Spiritualität & Erwachen: Achtsamkeitskurs Teil 7 – Der Weg des Friedens (19.Oktober 2021)

Bild: efes – pixabay.com

Dieser mehrteilige Achtsamkeitskurs wendet sich an alle Menschen, die sich ihren Lebenserfahrungen sanft-mutig und gelassen hingeben möchten.

Von Lena Grabowski

Inspirierende Geschichten

Das Bild vom Frieden

Es war einmal ein König, der schrieb einen Preis im ganzen Land aus: Er lud alle Künstlerinnen und Künstler dazu ein, den Frieden zu malen und das beste Bild sollte eine hohe Belohnung bekommen.
Alle Malerinnen und Maler im Land machten sich eifrig an die Arbeit und brachten dem König ihre Bilder. Von allen Bildern, die gemalt wurden, gefielen dem König zwei am besten. Zwischen denen musste er sich nun entscheiden.

Das erste war ein perfektes Abbild eines ruhigen Sees. Im See spiegelten sich die malerischen Berge, die den See umrandeten und man konnte jede kleine Wolke im Wasser wiederfinden. Jeder, der das Bild sah, empfand sofort Frieden.

Das zweite Bild war ganz anders. Auch hier waren Berge zu sehen, aber diese waren zerklüftet, rau und kahl. Am düsteren grauen Himmel über den Bergen jagten sich wütende Wolkenberge und man konnte den Regen wild fallen sehen, den Blitz aufzucken und auch fast einen Donner krachen hören. An einem der Berge stürzte ein tosender Wasserfall in die Tiefe, der Bäume und Geröll mit sich riss. Niemand, der dieses Bild sah, hatte begriffen, wie es in diesem um Frieden gehen könne.

Der König jedoch hatte hinter dem Wasserfall einen winzigen Busch entdeckt, der auf einer der zerklüfteten Felswände wuchs. Und in diesem kleinen Busch hatte ein Vogel sein Nest gebaut. Dort in dem wütenden Unwetter an diesem unwirtlichen Ort saß ein Muttervogel auf seinem Nest und brütete – in tiefem Frieden.

Und welches Bild gewann nun den Preis?

Der König wählte das zweite Bild und begründete es folgendermaßen: „Lasst Euch nicht von schönen Bildern in die Irre führen: Frieden braucht es nicht dort, wo es keine Probleme und keine Kämpfe gibt. Wahrer Frieden bringt Hoffnung und bedeutet, auch unter schwierigsten Umständen und größten Herausforderungen ruhig und friedvoll im eigenen Herzen zu bleiben.“
(Verfasser unbekannt)

Frieden

(Bild: stuarthampton – pixabay.com

Inspirierende Übungen

Die Achtsamkeitslehre – eingebettet in der buddhistischen Philosophie sund der yogischen Tradition – doch auch losgelöst von beiden erfahrbar – kann ein heilsames Potenzial in sich birgen. Regelmässig praktiziert, können wir gelassener im Umgang mit alltäglichen Herausforderungen werden und Ruhe bewahren in konfliktreichen Wandlungensphasen. Diese Praxis kann uns ein Gefühl innerer Ruhe und Gewissheit ermöglichen, dass eine weise Kraft allem innewohnt – so auch in uns – die die Dinge zu führen vermag.

Wir können somit auch schwierigen Situationen begegnen, ohne direkt den Boden unter den Füßen zu verlieren. Denn das Leben ist beweglich, auf seine Weise auch unplanbar. Wir sind glücklich, wenn sich etwas fügt, das wir uns wünschen. Doch verzweifeln wir gerne, wenn es im Leben anders verläuft, als wir es gerne hätten. Dann empfinden wir Schmerzen. Gefühle tauchen auf, die wir als unangenehm empfinden. Und ja, manchmal ist Krieg in uns statt Frieden. Dann hadern wir mit den Dingen. Das Leben ist dynamisch. Bunt. Lebendig. Und als Mensch sind wir verletzlich….

Quelle und weiter: https://www.sein.de/achtsamkeitskurs-teil-7-der-weg-des-friedens/

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