Ufologie: Erstes Video-Interview mit „Tic Tac UFO-Kamermann“ (30.Juli 2021)

Erstes Video-Interview mit „Tic Tac UFO-Kamermann“ US Navy Cmdr. Chad Underwood

Standbilder aus dem „Tic Tac UFO-Video“ von 2014 Copyright/Quelle: US Navy / US DoD

Standbilder aus dem „Tic Tac UFO-Video“ von 2014
Bild/Quelle: US Navy / US DoD

Washington (USA) – Spätestens seit der offiziellen Veröffentlichung der Aufnahmen und Authentifizierung durch die US-Navy und das US-Verteidigungsministerium (DoD) gehört das sogenannte „Tic Tac Video“ zu den wohl bekanntesten UFO-Videos überhaupt. Nun hat sich der Kameramann bzw. Navy-Pilot, der die Aufnahmen erstellte, erstmals in einem Interview zu dem Vorfall geäußert und widerlegt damit zahlreiche Argumente von UFO-Skeptikern, die in der Aufnahme fehlgedeutete gewöhnliche Erklärungen unterstellen.

Zur Zeit der Aufnahme des „Tic Tac Videos“ (2004) war der heutige Commander Chad Underwood noch Lieutenant. Aktuell erläutert er gegenüber dem US-Dokumentarfilmer und UFO-Forscher Jeremy Corbell erstmals direkt vor der Kamera die Umstände des Vorfalls und zunächst auch, wie es überhaupt zu der Benennung der Aufnahme und des gefilmten Objekts als „Tic Tac“ kam.

Schon zuvor hatte sich Underwood bereits gegenüber der Intelligencer“-Newswebseite des „New York (Magazines)“ zu den Ereignissen geäußert und sich schon damals erläutert, warum er nicht an die zahlreichen, von UFO-Skeptikern vorgebrachten Erklärungen glaubt, wonach es sich von Vögeln über ferne Flugzeuge, Drohnen bis hin zu Ballons und Wetterereignissen gehandelt haben könnte. Hierzu erläuterte Underwood, dass alle diese Ansätze weder mit dem, was er gesehen, bzw. seine Bordinstrumente angezeigt, noch mit dem übereinstimmten, was zahlreiche Besatzungsmitglieder an Bord der Schiffe mit eigenen Augen oder auf den Radarschirmen gesehen hatten (…GreWi berichtete).

Über die Hintergründe des Videos hatte Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi) als eines der ersten Nachrichtenportale überhaupt schon im Oktober 2017 und damit Monate vor der „New York Times“ berichtet.
Diesen GreWi-Artikel finden Sie
HIER.

Im Folgenden hier aber auch eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse:
– Am 10. November 2004 berichtet der Radaroperateur Kevin Day seinen Vorgesetzten von mehreren merkwürdigen Flugobjekten in der Nähe von San Clememte Island, westlich der Küste von San Diego. Diese bewegen sich auf einer Höhe von rund 8.535 Metern, jenseits bekannter Flugrouten mit einer Geschwindigkeit von 255 km/h – zu hoch also, als dass es sich um Vögel gehandelt haben könnte, zu langsam für ein konventionelles Flugzeug. Auch das weitere Flugverhalten der Objekte, etwa das plötzliche, kontrollierte Abtauchen von 18.288 auf nur noch knapp 50 Meter über dem Meeresspiegel, ohne dabei einen Überschallknall zu erzeugen, sorgt bei den erfahrenen Militärs für Interesse. Der kommandierende Offizier der Fliegerstaffel „Black Aces“, Cmdr. David Fravor, berichtete später, er habe in der Folge auf einem eines der georteten Objekte auch visuell bestätigen könnten. Eine Stunde später gelangen Underwood die mittlerweile, aufgrund der auf dem Video sichtbaren Form des Objekts, als „Tic-Tac-UFO“ bekannte Aufnahme. Diese Aufnahmen zeigen ein pillenförmiges Objekt (eben ein Tic-Tac), dessen Flugeigenschaften und außerlichen Merkmale keinem bekannten konventionellen Flugzeug entsprechen – fehlen doch sowohl Tragflächen noch jegliche Anzeichen eines bekanntes Antriebs und entsprechender Abgas- und Hitzesignaturen.https://www.youtube-nocookie.com/embed/6rWOtrke0HY

Im neuen Video-Interview mit Corbell geht Underwood dann aber auch auf die wirklich interessanten technischen und militärischen Hintergründe der Aufnahme ein und berichtet, dass neben der bekannten, veröffentlichten und von Navy und DoD authentifizierten (…GreWi berichtete) Thermalaufnahme (FLIR = passiver Sensor, bildet also nur visuell ab) zusätzlich auch eine Aufnahme des Radarkontaktes (aktiver Sensor, sendet Signale und erhält also auch Daten des angepeilten Ziels) mit dem „Tic Tac UFO“ existiert. Allerdings sei diese bislang noch nicht veröffentlicht und werde – so vermutet Underwood – „wohl auch auf längere Sicht nicht veröffentlicht werden“, da potenzielle Feinde aus dieser Aufnahme militärstrategisch-technische sensible Daten und Informationen ablesen könnten.

Dennoch erläutert Underwood, was die Radaraufnahme zeigt: „Als erstes wird ein potenzielles Ziel vom Radar erfasst. Wenn dies passiert, werden auch alle anderen Erfassungssysteme, FLIR und die Waffensteuerung, auf dieser Detektion untergeordnet und auf das Ziel gerichtet. (…) Sobald ich das mir von den Radaroperateuren der USS Princeton zugewiesenen Ziel mit meinem eigenen Radar erfasst hatte, fingen diese (auch auf der FLIR-Aufnahme zu sehenden) Störungen und das verwirrende Verhalten des ‚Tic Tacs‘ selbst an. Die Störungen in Form sogenannter ‚Jam-Strobelines‘ sind vertikale Linien (s. Abb. l.). die darauf hindeuten, dass die eigenen Systeme (vom Ziel) gestört bzw. blockiert werden.”

Gegenteilige Aussagen, dass es zu eben nicht zu solchem „jamming“ gekommen sei, widersprechen nicht nur früheren Aussagen anderer beteiligter Zeugen (Lt. Fravor u.a.), sondern auch der aktuellen von Underwood. Hierzu erklärt Underwood, dass er selbst für die Erstellung solcher Berichte gar nicht befragt wurde. Von offizieller Seite (Pentagon und Navy) sei er nur einen Bruchteil jener Fragen gefragt worden, die ihm später Journalisten wie Corbell gestellt hätten. Auch auf der FLIR-Aufnahme sei neben den Jam-Strobelines durch den aufblinkenden Wert „19.990 B“ ein eindeutiger Hinweis auf diese Störung durch das Ziel zu erkennen (s. Abb. l.).

Hinzu bestätigt Underwood, dass – nicht zuletzt aus Flugsicherheitsgründen – sich zur fraglichen kein weiteres Flugzeug in dem zudem für das Militär gesperrten Manöverbereich aufgehalten habe. Hinzu wären alle derartigen Flugzeuge als solche eindeutig identifizierbar gewesen.
„Zudem zeigt die Art und Weise, wie sich dieses Objekt bewegte, dass es sich dabei nicht um irgendeine Form von zivilen oder kommerziellen Flugzeugen gehandelt haben kann. (…) Die auch auf der FLIR-Aufnahme deutlich sichtbare rasendschnelle Bewegung nach links zeigt eindeutig, dass es sich um eine gezielte Bewegung des Objekts selbst und nicht um eine meiner Eigenbewegungen handelt. (…) Das FLIR-System ist eigentlich darauf ausgelegt, gerade derartige (Ausweich-)Manöver eines Ziels zu meistern. Das Manöververhalten dieses Objekts ist jedoch nichts, was ich in irgendeiner Form erklären kann…“

Quelle und weiter: https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/erstes-video-interview-mit-tic-tac-ufo-kamermann-us-navy-cmdr-chad-underwood20210729/

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