Space & Science: Essay – so können wir herausfinden, ob “BLC1“ ein echtes SETI-Signal ist (07.Januar 2021)

Das Parkes-Radioteleskop. Copyright: CSIRO/Wikipedia, CC BY-SA

Das Parkes-Radioteleskop.
Bild: CSIRO/Wikipedia, CC BY-SA

– Bei diesem Text handelt es sich um ein Essay von Michael Garrett, dem Direktor des Director of Jodrell Bank Centre for Astrophysics an der University of Manchester und wurde unter der Creative Commons-Lizenz (CC BY ND 4.0) erstmals im englischsprachigen Original auf TheConversation.com“ veröffentlicht. Bei dem folgenden Text handelt es sich um eine Übersetzung dieses Textes durch Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi) mit Verweis auf die Creative Commons-Lizenz, die von Autor nicht ausdrücklich autorisiert wurde.

Die von dem russischen Milliardär, Technologie- und Wissenschaftsinvestor Yuri Milner und seiner Frau Julia gegründete und mit 100 Mio. US-Dollar ausgestattete „Breakthrough Listen“-Initiative hat ein mysteriöses Funksignal identifiziert, das vom sonnennächsten Stern Proxima Centauri zu kommen scheint. Dies hat in der Presse und unter Wissenschaftlern in Erregung versetzt. Die Entdeckung, die als erstes vom „The Guardian“ gemeldet wurde, aber noch nicht in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift publiziert wurde, könnte das erste echten Signal-Kandidat bei der Suche nach außerirdischer Intelligenz (SETI) sein. Bezeichnet wurde die Entdeckung als „Breakthrough Listen Candidate 1“ oder kurz „BLC-1“ (…GreWi berichtete).

Obwohl das Breakthrough Listen-Team derzeit noch an den Daten arbeitet, ist bereits bekannt, dass das Funksignal vom Parkes-Teleskop in Australien aufgefangen wurde, als dieses auf Promxima Centauri ausgerichtet war. Von Proxima Centauri wird angenommen, dass der Zwergstern von mindestens einem lebensfreundlichen Planeten umkreist wird. Das Signal war während der vollständigen Beobachtung vorhanden, hielt mehrere Stunden an und war verschwunden, als das Teleskop in eine andere Richtung zeigte.Künstlerische Darstellung der Oberfläche eines Planeten um Proxima Centauri. Copyright: ESO / M. Kornmesser / Wikipedia, CC BY-SA

Künstlerische Darstellung der Oberfläche eines Planeten um Proxima Centauri.
Bild: ESO / M. Kornmesser / Wikipedia, CC BY-SA

Das Signal war “schmalbandig”, was bedeutet, dass es nur einen geringen Bereich von Funkfrequenzen einnahm. Die Frequenz selbst driftete so, wie man es erwarten würde, wenn das Signal von einem sich bewegenden bzw. rotierenden Planetenoberfläche käme. Dies sind genau jene Eigenschaften, nach denen die SETI-Wissenschaftler suchen, seit der Astronom Frank Drake die Initiative vor etwa 60 Jahren ins Leben gerufen hat.

Während dies einen bemerkenswerten Fortschritt bei der Verfolgung der letzten Frage danach darstellt, ob wir allein im Universum sind, gibt das BLC-1-Signal auch Anlass zum Nachdenken darüber, wie wir diese Suchen durchführen. Insbesondere hebt BLC-1 jenes Problem hervor, das die SETI-Forschung von Anfang an verfolgt hat: das Verschwinden von Signalen. Auch BLC-1 wurde seit seiner ersten Entdeckung im Frühjahr 2019 nicht mehr gesehen.

Wenn sich BLC-1 schließlich als echter SETI-Signalkandidat herausstellt, wäre dies der erste echte SETI-Signalkandidat seit dem „Wow!-Signal“, das 1977 aufgefangen wurde.

Das „Wow!-Signal“ ist vielleicht das berühmteste Beispiel für einen nicht schlüssigen SETI-Kandidaten – nicht zuletzt, weil es nie wieder beobachtet wurde. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht außerirdisch-intelligenter Natur sein kann. Die perfekte gen Himmels gerichtete Ausrichtung von sich bewegenden und möglicherweise rotierenden Sendern und Empfängern, die durch interstellare Entfernungen voneinander getrennt sind, ist wahrscheinlich immer ein zufälliger und manchmal vorübergehender Umstand. Dies ist jedoch eine Herausforderung für das „Breakthrough Listen“-Team. Wenn sich BLC-1 nie wieder wiederholt, so wird es sehr schwierig sein, eine detaillierte Nachverfolgung und Überprüfung durchzuführen, wie sie Wissenschaftler vollständig davon überzeugen könnte, dass es sich um eine Nachricht von Außerirdischen handelt. Skeptiker werden zu Recht argumentieren, dass dies eher eine neue Form von durch Menschen erzeugter Funkstörungen oder ein seltenes Merkmal der komplexen Beobachtungsinstrumente selbst war…

Quelle und weiter: https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/essay-so-koennen-wir-herausfinden-ob-blc1-ein-echtes-seti-signal-ist20210107/

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