Bewusstsein & Gesundheit: Leben ist Hingabe an das, was ist (02.Dezember 2020)

Lena Grabowski fragt: Worauf kann ich bauen, wenn vieles um mich herum unsicher wird und vielleicht zusammenbricht?

In einem für mich und viele andere Menschen herausfordernden Jahr 2020 hat mein Leben in einer Intensität eine Wendung genommen, die ich mir niemals erträumt habe. Obwohl – oder gerade weil – sich dieses Jahr durch Kräfte wie Unkontrollierbarkeit, Unvorhersehbarkeit, Existenzangst, gesellschaftliche Spaltung, Abwehr und Undurchsichtigkeit zum Ausdruck bringt. Wir Menschen reagieren in überfordernden Situationen erfahrungsgemäß aus unserem Überlebensinstinkt heraus, so wie wir es in der Natur gelernt haben. Und so entspringen auch derzeit wieder viele unserer Gedanken, Gefühle und Handlungen einem Kampfgeist, der darauf ausgelegt ist, Leben zu sichern. Eine beeindruckende Einrichtung in unserem Gehirn, wie ich finde. Große und kleine Entscheidungen wollen sekundenschnell getroffen werden, ein befürchteter Zusammenbruch soll keinen allzu großen und nachhaltigen Schaden nehmen, weder für den Einzelnen, noch für das Ganze. Sich in dieser ungewissen weltweiten Krise einer Intelligenz des Lebens anzuvertrauen gehört aktuell zu den größten Herausforderungen an unsere Menschheit. Und warum sollten wir das auch tun, uns dem Leben hingeben in einer maximal unsicheren Zeit?

Das Leben lässt sich nicht kontrollieren

Diese Zeit fordert unfassbar viel Kraft und Ausdauer von uns allen. Ich bewege mich, wie so viele andere Menschen, zwischen unterschiedlichen Nachrichtenquellen, Meinungen, Weltbildern und Theorien, versuche mein Leben und das meiner Familie und im nahen Umfeld zu halten. Und lasse mich zeitgleich von existenziellen Themen und der Unkontrollierbarkeit des Lebens berühren. Was mich in diesem Jahr ergreift wie in keinem anderen Jahr zuvor, ist eine Gabe, mich noch tiefer auf das Leben einzulassen. Alles, was nun keinen Bestand mehr hat, zerrinnt zwischen meinen Händen. Ich werde immer basaler und spüre unverstellte, einfache Bedürfnisse nach einem Dach über dem Kopf, Gesundheit und etwas Wärme, ein wenig zu essen. Dieses unsichere Jahr lehrt mich, mich auch dann mit Haut und Haaren einzulassen, wenn das vermeintlich Sichere wackelig wird und zu vergehen droht. Diese von Verlusten, Trennungssituationen, coronabedingten Umsatzeinbußen und anderen existenziellen Themen geprägte Zeit bewegt Fragen in mir: Kann und muss ich mich wirklich vor irgendetwas schützen? Worauf kann ich bauen, wenn vieles um mich herum unsicher wird und vielleicht zusammenbricht? Sogar das eigene Leben, das ich mir bis dahin aufgebaut habe?

Als Mensch bin ich verletzlich

Mir wird bewusster denn je, dass ich – ganz egal was gerade geschieht – stets wählen kann, wie ich es erlebe. Und aus einem uralten schmerzlichen „ich will nicht – ich will es anders“, getragen von Angst, Starre, Wut, Ablehnung oder Widerstand in ein noch viel tieferes und befreienderes Ja zum Leben hineinwachsen. So bleibe ich handlungsfähig und kann mich am Geschehen beteiligen. Die Wunde des Ausgeliefert-Fühlens halte ich für eine uralte Geschichte unseres Menschseins. Doch wir könnten uns – wie wir es schon immer versucht haben – darüber erheben. Welche Geschichte können wir jetzt schreiben, wenn wir uns dieser Zeit ganz annehmen, in Verbindung gehen, die Krise gemeinsam bewältigen und darauf vertrauen, dass immer – schon seit 4,6 Milliarden Jahren – etwas viel Intelligenteres für Evolution gesorgt hat? Haben wir Menschen denn wirklich vergessen, dass Evolution eines der wenigen, jedoch sichersten und wirksamsten Prinzipien auf dieser Erde ist? Haben wir wirklich vergessen, dass wir auf eine 4,6 Milliarden Jahre alte Entwicklungsgeschichte zurückblicken? Eine gigantische Reise, ein Geschenk an uns, ein Wunderwerk der Schöpfung. Warum sollte ich genau jetzt, an dieser Stelle in unserer Evolutionsgeschichte, anhalten? Mich wehren, fliehen, meiner Angst folgen, Trennung erzeugen, aussteigen und das Leben in seiner Gesamtheit ablehnen. Stattdessen fühle ich eine hingebungsvolle Kraft in mir, die stärker ist als jemals zuvor. Sie zieht mich tiefer in das Leben hinein. Und dabei fühle ich mich menschlich, verletzlich, weich, biegsam, still und demütig.

Unser blauer Planet – ein Wunderwerk der Evolution

Dass auf einem Planeten am Rande eines unermesslich großen, noch nicht gänzlich erforschten Sonnensystems überhaupt Leben möglich ist, ist für mich ein unfassbares Ereignis. Wie jede Pflanze und jedes Tier sind auch wir Menschen ein einzigartiger schöpferischer Vorgang und Ausdruck in diesem facettenreichen Wunderwerk Leben. Faszinierend finde ich beispielsweise den Stand der Sonne zur Erde. Beide stehen in einer optimalen Entfernung zueinander, damit das Wasser auf unserem Planeten nicht verdampft und ein Leben hier überhaupt möglich ist. Auch die Größe unseres Planeten scheint perfekt zu sein. Wäre die Erde kleiner als sie ist, wie beispielsweise der Mars, hätten wir andere klimatische Bedingungen und es wäre für Vegetation und Leben viel zu kalt. Wäre der Planet größer, vermutet die Forschung heftigen Vulkanismus, der unser Leben ebenfalls unmöglich machen würde.

Vor etwa 70 Millionen Jahren – heißt es – nachdem die Sonne zum ersten Mal aufleuchtete, kollidierte ein Himmelskörper mit unserer Erde, bei der unser blauer Planet nur knapp überlebte. Ein anderer Himmelskörper kollidierte mit der Erde, riss Teile des Erdmantels weg und schleuderte diese ins All. Partikel haben sich mit Überresten des Einschlagkörpers verbunden und eine Gesteinswolke gebildet. Diese umkreiste die Erde und kühlte aus. Ihre Umlaufbahnen ordneten sich und kollidierende Teilchen verklumpten sich zu einem größeren Brocken: dem Mond, der durch Erdanziehung auf einer dauerhaften Umlaufbahn gehalten wird und einen besonderen Einfluss auf die Vegetation und unseren Organismus hat. Wenn das nicht ein Ausdruck höchster Kreativität und Schöpfung ist – Zusammenprall, Zerstörung, Regeneration, Organisation, Erneuerung – LEBEN.

Die Evolution bringt sich seit Milliarden Jahren in Aufbau-, Zerstörungs-, Regenerations- und Erneuerungsprozessen zum Ausdruck. Sie brauchte uns Menschen niemals dringend für ihre Entwicklung. Im Gegenteil. Sie brachte uns vor nicht ganz 300 000 Jahren hervor, schenkte uns menschliches Leben und bot uns entsprechende Rahmenbedingungen. Was für ein Geschenk. Seitdem schreiben wir Menschheitsgeschichte, die, so wie die Entstehungsgeschichte unserer Erde, nur schwierig zu rekonstruieren ist.

Viren als Evolutionsbeschleuniger

Während die Evolution heute einen sehr gewöhnlichen Entwicklungsschritt geht, in dem sie einen neuen Virus mutieren lässt (sämtliche Theorien darüber einmal beiseite gestellt), versuchen wir mit aller Macht den Verlauf zu bekämpfen, um möglichst geringen Schaden davonzutragen. Und werden mit unserer vielleicht ältesten Wunde konfrontiert, dass wir auf einer tiefen Ebene keine Kontrolle über das Leben haben. Und wieder einmal wählen dürfen zwischen Hingabe an unser Leben oder Widerstand. Nachdem die Menschheit bereits die unterschiedlichsten Krisen überwunden und sich immer weiterentwickelt hat, hält uns heute, in 2020, ein Virus auf Trab. Und ich stelle mir die Frage: Warum reagieren wir Menschen mit soviel Panik darauf? Wie kann etwas, das evolutionär gesehen viel viel älter ist als wir Menschen selbst, uns so sehr in die Knie zwingen? Warum separieren wir uns immer mehr voneinander, streiten und diskutieren um unsere Weltbilder? Warum lassen wir es nicht still in uns werden und uns von einer tieferen Intelligenz des Lebens tragen..?

Quelle und weiter: https://www.sein.de/leben-ist-hingabe-an-das-was-ist/

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4 Antworten zu Bewusstsein & Gesundheit: Leben ist Hingabe an das, was ist (02.Dezember 2020)

  1. Vicky schreibt:

    Sehr gerne verweise ich auf dieses channeling aus Mai 2020 …eines das ich mir ausgedruckt hatte…für mich beantwortet es so viele Fragen auf einmal…und falls ich mal wieder in Zweifeln und Fragen komme 😉 https://erstkontakt.wordpress.com/2020/05/04/sternenbotschaft-die-arkturianische-gruppe-durch-marilyn-raffaele-03-mai-2020/

  2. Peter Deike schreibt:

    Die Erde wird als ein Wunderwerk der Evolution bezeichnet. Das Leben auf ihr ist ein unfassbares Ereignis. Jede Pflanze, jedes Tier und auch die Menschen stellen einen einzigartigen schöpferischen Vorgang dar und sind ein Ausdruck des facettenreichen Wunderwerks Leben. In diesem Zusammenhang wird auch die dauerhafte Umlaufbahn des Mondes uns sein Einfluss auf die Vegetation und den lebenden Organismus angesprochen. Auch er ist ein Ausdruck höchster Kreativität und Schöpfung der Evolution. Warum behelfen sich aber die heutzutage so gebildeten Menschen immer wieder mit dem Begriff „Evolution“, statt sich klar einzugestehen, dass hier ein unendlich intelligenter Schöpfer am Werk war?

  3. yamahela schreibt:

    Das Leben lässt sich nicht kontrollieren..schöne Metapher – und so wahr.,..selbst spirituel denkende – werden anerkennen müssen, dass manches nicht so gnadenlos eindeutig ist , also wie es zunächst vordergründig aussieht.. Die Verletzlichkeit ist ein ohnehin Produkt von Offenheit-weniger von Wissen oder gar von spirituelen Disziplinen – wie etwa Veganismus ,Vegetatrismus, Enthaltsamkeit in Sexualität..;spiritueles „Vorwärtskommen“ aller Art genannt.

    Die Planungen sind ein Zankapfel – immer, denn sie müssen sich bewähren – im fliegenden Wechsel mit anderen.;.mit der Welt so zu sagen.

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