Umwelt & Natur: Recycling-Idee – – Häuser aus Plastikflaschen (14.Dezember 2019)

zur englischen Version Mit Temperaturen von über 50 Grad Celsius und verheerenden Sandstürmen wird das Flüchtlingslager etwa 175 km von Tindouf im Westen von Algerien als der  „Garten des Teufels“ bezeichnet. Seit über 40 Jahren ist der Konflikt um die Westsahara ungelöst. Ein Konflikt, über den wenig in den deutschen Medien berichtet wird und von dem viele hierzulande kaum etwas mitbekommen, obwohl er sich vor den Toren Europas abspielt. Es gibt keinen Strom und keine asphaltierten Straßen und man ist auf die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Wasser von außen angewiesen.  Viele „Sahrauis“ sind im Flüchtlingslager geboren und erwachsen geworden. Sie nennen die Westsahara ihre Heimat. Es dürfte auch der deutschen Regierung bekannt sein, dass hier etwa 100.000 Flüchtlinge leben, denn in Algier entsteht derzeit die drittgrößte Moschee der Welt, finanziert mit deutschen Steuergeldern, eine Panzerfabrik des Rüstungskonzerns Rheinmetall gab es incl. und seit 2017 laufen die ersten VW-Fahrzeuge in Algerien vom Band. Laut dem deutschen Wirtschaftsministerium geht es auch um Rohstoffe, denn in der Region Tabessa ist der Abbau von 6 Mio. t Phosphat in Planung. Doch das Lager „The Devil’s Garden“, wo Sandstürme, wenig Vegetation und wo es keine Quellen für Nahrung oder Wasser gibt, hat man sich selbst überlassen. Es ist ein allgemeines Sprichwort, dass „Notwendigkeit die Mutter der Erfindung ist“, und in Algerien zeigt ein Flüchtling die Wahrheit hinter diesem Sprichwort. Er baute zum Schutz vor den Sandstürmen und der glühenden Sonne Häuser aus recycelten Plastikflaschen, ein Material, das für den Flüchtling auf Grund der „großzügigen“ Spende der Vereinten Nationen ausreichend vorhanden ist.

Dieser Flüchtling baut Häuser aus Plastikflaschen

Die Westsahara, „Afrikas letzte Kolonie“, wurde 1975 von den Spaniern nach Marokko und Mauretanien verkauft, als sie sich zurückzogen. Die Marokkaner annektierten daraufhin das gesamte Territorium, entgegen einer Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs.

Die Idee, Häuser für Plastikflaschen zu bauen, entstand aus Lehbibs Wunsch, seiner Großmutter Schutz in einer Wüstenregion zu bieten, die heißer als 50 Grad sein kann. Er wollte nicht mehr, dass seine Großmutter den starken Sandstürmen ausgesetzt war.  Was liegt da näher, als sich mit dem Material zu begnügen, das ausreichend vorhanden sind, wie zum Beispiel Plastikflaschen.

Der junge Sahara-Ingenieur Tateh Lehbib (30) hat eine Antwort auf sein Unglück gefunden: Alles, was er braucht, um ein Haus in diesem trockenen Land zu bauen, sind 6.000 Plastikflaschen. Er füllt die weggeworfenen Flaschen mit Sand, um Schutzräume zu bauen, die dem rauen Klima besser standhalten.

Das UNHCR war von der Idee, Flüchtlingshäuser aus Plastikflaschen zu bauen, angetan, sodass es die Idee von Lehbib unterstützte.  Er bekam von der UN Refugee Agency 60.000 Euro. Er hat schon viele Häuser gebaut, die zu 80% aus recyceltem Kunststoff, Stroh, Erde und Pappe bestehen. Die Flaschen, die den Boden und die Struktur der Wände ausmachen, sind Wasserflaschen  von einem oder zwei Litern, die in Lagern und Deponien zu finden sind.

„Nach den starken Regenfällen im Oktober 2015, die Zehntausende von Lehmhäusern beschädigten und zerstörten, hat das UNHCR mit den Sahrawis daran gearbeitet, die Bautechniken zu verbessern, um den Unwettern in dieser Region besser stand zuhalten“, sagt Juliette Murekeyisoni, Senior Field Coordinator des UNHCR in Tindouf. „Wir haben die Verwendung von mit Zement befestigten Ziegeln befürwortet, und jetzt unterstützen wir die Verwendung von Plastikflaschen.“

„Ziel ist es, das Leid der Sahrawis zu lindern, ihnen ein würdigeres Leben zu ermöglichen und ökologische und nachhaltige Häuser zu bauen“, sagt der Ingenieur. Er ist im Flüchtlingslager Awserd geboren und aufgewachsen und konnte die Universität in Algier mit einem DAFI-Stipendium besuchen und später an einer spanischen Universität seinen Master machen.

Das erste seiner Häuser bestand aus 6.000 Plastikflaschen, die mit Sand und Stroh gefüllt, übereinander geschichtet und mit Zementmischung zusammengehalten wurden. Die Plastikflaschen werden dann mit einer zusätzlichen Schicht Zement und Kalkstein bedeckt und weiß gestrichen, um den Einfluss der Sonnenstrahlen zu verringern und sie sind 20-mal widerstandsfähiger, betonte Lehbib.

Die positiven Umwelteinflüsse dieser Häuser aus Plastikflaschen sind nicht zu unterschätzen. Mit 6.000 Flaschen pro Struktur und bei 25 solcher Häuser wird die Initiative dank einem Zuschuss der UN-Flüchtlingsagentur UNHCR insgesamt rund 150.000 Plastikflaschen recyceln. Das sind 150.000 Plastikflaschen, die nicht auf Mülldeponien oder in den Weltmeeren landen, in die jedes Jahr bereits zwischen 5 und 13 Millionen Tonnen Plastik gelangen

Quelle und weiter: https://netzfrauen.org/2019/12/12/algier/

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16 Antworten zu Umwelt & Natur: Recycling-Idee – – Häuser aus Plastikflaschen (14.Dezember 2019)

  1. tula schreibt:

    Am 13.12.2019 veröffentlicht

    Sadhguru beantwortet eine Frage, warum selbst die intensivste Liebesaffäre nach einiger Zeit sauer zu werden scheint..

  2. tulacelinastonebridge schreibt:

    toll ganz toll 🙂 der Mensch ist nicht unterzukriegen, auch wenn so gut wie nix mehr lebenswert ist, überlebt er doch und auch noch mit einem Galgenhumor, der seinesgleichen sucht.

    Und genau darum gibt es uns inzwischen an jeden Flecken Erde, das frei ist na oder auch nicht frei ist, dann machen wir uns es frei, Wildtiere und Ureinwohne adieu.

    Ja alles hat so seine zwei Seiten. 😉

    man kann nur hoffen das die ET´s anders drauf sind, sonst ist´s aus mit unseren Plastiksandhäusern. 😦

  3. Armin schreibt:

    In Deutschland würde das nicht durchgehen-von Seiten der Behörden: hier wäre es „illegale Müllentsorgung“ Selbst wenn jemand – hierzulande diverse Altbaufenster sammelt – um einen- nach Süden gerichteter Wintergarten anlehnen möchte an sein kleines Einfamilienhäuschen-und sei es auch nur über eine Stockwerkshöhe.;,braucht es dafür einen Bauantrag und sogar(!) eine statische Berechnung.; unanhängig davon, ob jener Handwerker-oder gar Handwerksmeister ist.. Also Geld sparen – und die Umwelt schonen ist hier nicht..Sozialverträgliches Bauen offenbar auch nicht..

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