Space & Science: Meteorit aus fremdem Sonnensystem näherte sich der Erde – und keiner hat’s bemerkt (15.Juni 2019)

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Schon vor einigen Jahren könnte ein Meteorit eingeschlagen sein, der aus einem anderen Sonnensystem stammt. Bild: iStock/Marharyta Marko
Noch bevor Wissenschaftler vom mysteriösen Weltraumobjekt Oumuamua in den Bann gezogen wurden, könnte ein interstellarer Meteorit auf der Erde eingeschlagen sein.

Seit 2017 sind Astronomen weltweit begeistert und verwundert zugleich, denn „Oumuamua“ hat uns einen Besuch abgestattet. Das zigarrenförmige Objekt im All stammt aus einem anderen Sonnensystem und verhält sich äußerst merkwürdig. Noch spannender ist aber, dass auf der Erde anscheinend schon drei Jahre zuvor erstmalig ein interstellarer Meteorit eingeschlagen sein könnte.

Meteorit eingeschlagen: Das ist über den interstellaren Besuch bekannt

Eine neue Studie hat den potenziellen und unbemerkten Meteoriteneinschlag auf der Erde ans Licht gebracht. Eine Erkenntnis ist, dass uns Objekte aus anderen Sonnensystem häufiger besuchen könnten als angenommen. Damit wäre der Vorfall von 2014 womöglich auch nicht das erste Mal, dass auf unserem Planeten ein interstellarer Meteorit eingeschlagen ist. Das Spannende daran: Diese Objekte helfen, Leben von Stern zu Stern zu transportieren.

Professor Avi Loeb, einer der Autoren der Studie, erlangte bereits durch seine These Berühmtheit, dass Oumuamua eine Alien-Sonde sei. Gemeinsam mit dem leitenden Autor Amir Siraj hatte er nun einen Katalog untersucht, der durch US-amerikanischen Sensoren aufgezeichnete Meteoritenereignisse umfasst.

 

Die Forscher konzentrierten sich dabei ausschließlich auf die schnellsten Objekte. Besonders hohe Geschwindigkeiten sollen nämlich mangelnde Bindung durch die Gravitation der Sonne suggerieren und damit einen Ursprung außerhalb unseres Sonnensystems andeuten.

Interstellare Objekte sollen besser entdeckt werden

Loeb und Siraj identifizierten einen Meteor mit einem knappen Meter Durchmesser und einer Geschwindigkeit von rund 216.000 Kilometern pro Stunde, der am 8. Januar 2014 in einer Höhe von 18,7 Kilometern über der Manus-Insel im Norden von Papua-Neuguinea vermerkt wurde. Seine Dichte ließ vermuten, dass das Objekt während seiner Reise eine gravitationsbedingte Beschleunigung erfahren hatte.

Loeb sagte: „Wenn diese Meteore aus der bewohnbaren Zone eines Stern herauskatapultiert werden, könnten sie helfen, Leben von einem Planetensystem zu einem anderen zu transportieren…“

Quelle und weiter: https://www.futurezone.de/science/article216978607/Meteorit-eingeschlagen-Besuch-aus-fremdem-Sonnensystem-trifft-Erde.html

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