Natürlich gesund: Darum ist Ingwer und die Kurkuma-Wirkung für Medizin und Forschung so wichtig! (09.April 2019)

Hast du dich schon einmal gefragt, warum Menschen im ostasiatischen Raum nachweislich gesünder leben und auch seltener an Volkskrankheiten leiden als Menschen in der westlichen Hemisphäre? Vielen renommierten Studien zufolge liegt es vor allem an ihrer gesunden Ernährung.

Daher haben wir uns die Mühe gemacht und zwei der pflanzlichen Wundermittel Asiens für dich unter die Lupe genommen. Entdecke die asiatischen Wunderknollen Ingwer und Kurkuma!

Welchen Ursprung haben die beiden Wurzelgewächse Ingwer und Kurkuma?

Kurkuma und Ingwer gelten in asiatischen Ländern schon seit Jahrtausenden als Wunderknollen. Daher ist es nicht überraschend, dass beide Gewürze auch zunehmend den Einzug in deutsche Küchen finden. Ingwer ist seit Jahrhunderten in England sehr geläufig, worauf insbesondere Ginger Ale und Ginger Bread hinweisen.

Doch auch in anderen europäischen Ländern wird Ingwer seit Generationen gegen Erkältung und zur Stärkung des Immunsystems verwendet. Vor allem in kalten Wintermonaten möchten nur die Wenigsten auf den inzwischen heiß geliebten Ingwertee verzichten.

Allerdings ist auch Kurkuma (bot. Curcuma longa), pur oder in Form von Kurkuma Kapseln, mittlerweile sehr beliebt. Wenn dir diese Pflanzenart auf Anhieb nichtssagt, kennst du die Knolle wahrscheinlich eher als gold-gelbes Pulver das in vielen indischen Speisen Verwendung findet.

Denn Kurkuma, oder auch Gelbwurz, ist in unseren Breitengraden überwiegend als Curry-Gewürz bekannt und darf in keinem Curry-Gericht fehlen. Es ist aber auch Bestandteil vieler Würzsaucen, wie z.B. Senf. Seine intensiv gelbe Farbe erhält das Gewürz durch den Farbstoff Curcumin, welcher sich im Wurzelstock, dem so genannten Rhizom, der Pflanze befindet.

Jedoch solltest du beim Kauf von Ingwer und Kurkuma genau hinschauen. Denn beide Wurzelgewächse sehen sich zum Verwechseln ähnlich, was vor allem an Ihrer botanischen Verwandtschaft liegt. Sie gehören nämlich zu den so genannten Zingiberaceae oder vereinfacht ausgedrückt, zu den Ingwergewächsen.

Die Besonderheit dieser Gewächse zeichnet sich dadurch aus, dass sie zu den Einkeimblättrigen Pflanzen gehören und ihre Vermehrung nur durch das Anlegen eines einzigen Keimblatts am Embryo vollzogen wird. Doch nicht die Blätter dieser Wunderpflanzen sorgen für das mittlerweile erregte Interesse in internationaler Gastronomie und Medizin, sondern sind die Wurzelknollen selbst das Geheimnis dieser Gewächse.

Beide Pflanzenarten werden in Asien bereits seit Jahrtausenden insbesondere für ihre antioxidativen Eigenschaften gefeiert und genießen als Heilpflanzen hervorragenden Ruf. Sie gelten nicht nur bei Verdauungsproblemen als Allheilmittel und lösen Völlegefühl, Krämpfe und Blähungen, sondern machen auch freie Radikale wirkungslos und regen den Gallenfluss an.

Kein Wunder, dass sowohl die Medizin als auch die Nahrungsergänzungsmittel-Industrie begierig die Wirkstoffe dieser natürlichen Heilmittel erforschen.

Welche gesundheitlichen Wirkungen hat Ingwer?

Du hast bis jetzt erfahren, dass Ingwer ein starkes Antioxidans ist und auch bei Erkältungsbeschwerden und Verdauungsproblemen Linderung verschafft. Doch das sind nicht die einzigen positiven Eigenschaften dieser Heilknolle.

Ingwer ist zwar in seiner süß-säuerlichen Note nicht jedermanns Sache, allerdings wirkt er mit seinen ätherischen Ölen und dem Scharfstoff Gingerol nicht nur gegen alle möglichen Formen von Übelkeit, sei es Reisekrankheit, Schwangerschaft oder auch bei Folgen einer Chemotherapie, sondern mildert zusätzlich Periodenschmerzen sowie Schmerzen bei Arthrose.

Diese Wirkung von Ingwerpräparaten ist nachweislich in Studien erfolgreich untersucht worden. Es wird vermutet, dass die Gingerole den Haushalt des Neurotransmitters Serotonin beeinflusst und somit den Serotoninspiegel stabilisiert.

Dr. Roman Huber, Leiter des Uni-Zentrums Naturheilkunde in Freiburg bezeichnet die Ingwerknolle daher nur zu Recht als gerne verwendetes Heilmittel und betont ihre medizinisch wirksamen Inhaltsstoffe.

Was macht Kurkuma anders als Ingwer?

So wie auch Ingwer ist Kurkuma mehrheitlich als Küchengewürz und Farbintensivierer bekannt. Doch die unscheinbare Wurzel kann noch viel mehr. In Asien wird die Wunderknolle bereits seit Jahrtausenden als Heilpflanze gepriesen.

Denn ihre medizinische Wirkung ist nicht von der Hand zu weisen, weswegen Kurkuma heutzutage auch verstärkt in der westlichen Medizin erforscht wird. Mit ihren entzündungshemmenden und antibakteriellen Fähigkeiten stärkt Kurkuma nicht nur das Immunsystem und fördert wie auch Ingwer die Verdauung, die Heilpflanze wirkt vor allem positiv bei diversen Lungenerkrankungen und Leberleiden.

Doch das Hauptinteresse der heutigen medizinischen Studien liegt auf der antikanzerogenen und antioxidativen Wirkung des sich in der Kurkuma-Knolle befindlichen Curcumin. Dieser sekundäre Pflanzenstoff ist verantwortlich für diverse heilende Eigenschaften der Wurzel.

Forscher sprechen diesem gelben Farbstoff nicht nur krebshemmenden Charakter zu, sondern belegen durch diverse Studien seinen Einfluss auf altersbedingte Veränderungen im Gehirn. Folglich weckt Curcumin seit einigen Jahren verstärkt das Interesse der Krebs- und Alzheimerforschung.

Warum ist Curcumin und die Kurkuma Wirkung für Medizin und Forschung so wichtig?

Dr. Jan Frank von der Universität Hohenheim und weitere Wissenschaftler, die das Altern und die Prävention von Demenz untersuchen, bestätigen den Zusammenhang zwischen dem sekundären Pflanzenstoff Curcumin und den positiven Studienergebnissen der Alzheimerforschung.

Demnach kann Curcumin bereits geschädigte Zellen zur Reparatur bewegen und wirkt zusätzlich gegen die Ablagerung von Eiweißen in den Zellen. Ferner kommt die positive Angriffswirkung des Curcumins gegen freie Radikale zum Tragen, denn diese können Zellmembran und Zellkern beschädigen. Daher sind Antioxidantien, die oxidativen Stress minimieren, essentiell in der heutigen medizinischen Forschung.

Weitere relevante Untersuchungen erstrecken sich über das Zusammenspiel zwischen genetischen Voraussetzungen und der Wirkung von Curcumin bis hin zur Eindämmung und Vorbeugung von Gehirntumoren. Das Hauptproblem bei der Erforschung von Curcumin ist, diesen sekundären Pflanzenstoff im menschlichen Körper über längere Zeit zu behalten.

Denn Curcumin hat eine sehr geringe Bioverfügbarkeit, was die Untersuchungen am Menschen erschweren. Das liegt vor allem daran, dass diese sekundären Pflanzenstoffe vom Körper als fremdartig angesehen werden, was zu einer schnelleren Ausscheidung des Stoffes führt. Hinzu kommt, dass Curcumin sehr schwer wasserlöslich ist und vom Magen-Darm-Trakt nur minimal aufgenommen werden kann.

Infolgedessen befassen sich viele wissenschaftliche Studien von Medizinern und Forschern der Nahrungsergänzungsmittel verstärkt mit unterschiedlichen Wegen, diesen Pflanzenstoff zuverlässig in den Körper zu transportieren und ihn auch darin zu behalten.

Als besonders erfolgreich hat sich die Transportmethode mithilfe der sich im Darm befindlichen Mizellen herausgestellt. Dabei entwickeln diese Mizellen eine optimale Symbiose mit dem schwer zu absorbierenden Curcumin.

Sie umschließen diesen Pflanzenstoff und transportieren ihn direkt an sein Ziel im Magen-Darm-Trakt. Die Funktionalität dieser Methode ist den Mizellen zu verdanken, denn sie haben nach außen hin eine wasserlösliche Eigenschaft und nach innen eine fettlösende, die dem Curcumin ihren Schutz gibt.

Kurkuma-Ingwer-Tee

Schon seit längerem gilt Kurkuma-Ingwer-Tee als eines der Trend-Getränke unter Gesundheitsbewussten. Hier können die beiden eng miteinander verwandten indischen Knollen so richtig zeigen, was in ihnen steckt. Das gilt nicht nur in der Erkältungszeit, in der das aromatisch vitaminreiche Getränk mit seinen entzündungshemmenden Stoffen den einen oder anderen vorbeugenden sowie lindernden Effekt haben kann. Vieles spricht auch dafür, Kurkuma-Ingwer-Tee ganzjährig als Unterstützung für die Verdauung einzusetzen.

Wirkung von Kurkuma-Ingwer-Tee

Gemeinsam sorgen Gingerole und Curcumin nun für eine Anregung der Produktion von Verdauungssäften in Magen und Galle. Gerade bei fettreichen Speisen nimmt so die Belastung der Leber ab. Außerdem wird einem unangenehmen Völlegefühl ebenso entgegengewirkt wie der Entstehung eines Blähbauches. Ein Kurkuma-Ingwer-Tee kann damit der ideale Abschluss eines reichhaltigen Mahls sein.

Darüber hinaus können die verdauungsfördernden Eigenschaften von Gingerolen und Curcumin im Rahmen einer Diät unterstützend wirken. Insbesondere die beruhigende Wirkung des Ingwers auf den Magen-Darm-Trakt hat sich aber auch gegen die verschiedenen Formen der Reisekrankheit bewährt. Der Tee kann bei entsprechender Veranlagung also ebenfalls beim Aufenthalt auf einem Schiff, bei langen Autofahrten oder im Flugzeug eingesetzt werden.

Wie koche ich einen Ingwer-Tee mit Kurkuma:

1 Teelöffel Kurkumapulver oder ein paar Scheiben Kurkumawurzel
1 Teelöffel Ingwerpulver oder ein paar Scheiben frischer Ingwer
½ Teelöffel Zimt oder eine kleine Zimtstange
½ Zitrone oder eine ausgepresste Orange
etwas frisch gemahlenen Pfeffer
1 Teelöffel Honig
150 ml heißes Wasser
alternativ nur wenig heißes Wasser und dafür
150 ml Kokos,-oder Mandelmilch

Das heiße Wasser (ca 150 ml) in einem Topf mit den Gewürzen, dem Ingwer und Kurkuma einmal ganz kurz aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Dann erst den Zitronen,-oder Orangensaft dazu geben. Zu starke Hitze zerstört die wertvollen Vitamine!

Nach Belieben süßen und die Pflanzenmilch dazu geben.Wer mag, kann dieses vielseitige Getränk natürlich variieren. Gib nach Geschmack mehr oder weniger Ingwer dazu, je nach erwünschter Schärfe, oder wirf ein paar Gewürznelken in den Topf.

Quellen: PublicDomain/apotheke.blog am 07.04.2019

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7 Antworten zu Natürlich gesund: Darum ist Ingwer und die Kurkuma-Wirkung für Medizin und Forschung so wichtig! (09.April 2019)

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