Spiritualität & Erwachen: Innere Freiheit durch Vergebung (von Martina Prahr) – 11.Februar 2019

„Wer unfähig ist, zu vergeben, der ist auch unfähig, zu lieben“, sagte der große Martin Luther King. Vergebung fällt nicht leicht – doch durch sie ist unendlich viel zu gewinnen: Freiheit, Frieden und Liebe.

von Martina Pahr

In den ersten Wochen eines neuen Jahres sind wir entweder darum bemüht, gute Vorsätze umzusetzen oder wir haben sie bereits „revidiert“. Stand auf deiner Liste, dass du einem anderen Menschen verzeihen möchtest? Falls ja, hast du sicher bereits die ersten Erfahrungen mit diesem unendlich kraftvollen Werkzeug gesammelt. Falls nein, möchte dir dieser Artikel näherbringen, warum Vergebung so grundlegend wichtig ist. Wenn du nicht vergeben kannst, dann hat das Haus deiner spirituellen Entwicklung, das du mit so viel Liebe gebaut hast, möglicherweise keine Tür, durch die du es betreten kannst. Wenn du etwas säst und trotz aller Mühe keine Früchte erntest, dann frage dich ehrlich, ob es noch etwas oder jemanden gibt, dem du zu vergeben hast. Vielleicht ja dir selbst? Nicht zu vergeben, das ist, als würden wir Gift trinken in der Hoffnung, ein anderer, ein „Übeltäter“, würde daran sterben. Doch in Wahrheit werden wir selbst davon krank.

Wir sollen immer verzeihen, dem Reuigen um seinetwillen, dem Reuelosen um unseretwillen. Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Ganz gleich, ob es um Kleinigkeiten geht, als ob uns jemand die Vorfahrt nähme, als ob es um „Mittelgewichte“ wie eine Kollegin geht, die Lügen über uns verbreitet, oder einschneidende Dinge wie Vertrauensbruch: Der „Täter“ schlägt einmal zu, und das war es dann auch schon. Wir selbst sind es, die diesen Schlag energetisch verstärken, indem wir ihn immer wieder vor unserem geistigen Auge abspulen, im Geiste wiederholen und hemmungslos in unsere Emotionen gehen und darin eintauchen. Auf diese Weise halten wir die Wunde immer offen. Wir nehmen uns als ohnmächtig wahr und identifizieren uns mit dem Status eines Opfers, ohne zu realisieren, dass wir uns dadurch jede Möglichkeit verwehren zu heilen und Frieden zu finden. Erst durch Vergebung befreien wir uns aus der energetischen Verstrickung mit der Wunde. Wir werfen den Ballast unserer Vergangenheit sowie die Schwere unserer negativen Gefühle über Bord und können voller Zuversicht nach vorne blicken.

Vergebung ist ein „Akt des Herzens“

Niemand behauptet, dass Vergebung leicht fällt – umso weniger, wenn diejenigen, die uns etwas zugefügt haben, nicht einmal die Tat bereuen oder um Verzeihung bitten. Alles in uns sträubt sich dagegen, dass die „Täter“ so einfach „davonkommen“ sollen. Uns ist, als würden wir mit dem Akt der Vergebung leugnen, dass uns Unrecht geschehen ist. Autorin Angela Metzlaff bringt es auf den Punkt: „Wir sind unversöhnlich, weil wir nicht der „Dumme“ sein wollen, der immer nachgibt.“ Wir leiden ganz offensichtlich, denn „die anderen sollen sehen, wie schwer wir es haben, wie schwer wir an unserer Last tragen.“ Natürlich suchen wir uns diese Situationen nicht aus!

Doch wenn wir an ihnen festhalten und ihnen Macht über unser Leben einräumen, ist es unser Ego, das uns beherrscht: jenes Ego, das Unversöhnlichkeit verknüpft mit Neid, Angst, Zweifel, Missgunst und Sorge. Die relevante Frage, die man sich dann stellen muss, ist: „Will ich recht haben oder glücklich sein?“ Damit soll Unrecht keinesfalls geleugnet oder schöngeredet werden, wie die Autorin, die selbst sexuelle Übergriffe erfahren hat, aus eigener Erfahrung weiß. Doch der erste Schritt zur inneren Freiheit beginnt damit zu akzeptieren, dass etwas geschehen ist, das wir nicht ändern können. Metzlaff bezeichnet Situationen dieser Art als die größten Herausforderungen im Leben – und zugleich Übungsfelder für das Vertrauen darauf, dass jeder Situation, die uns herausfordert, „das Geschenk des Wachsens“ innewohnt.

Der spirituelle Lehrer Sascha Ansahl sieht Vergebung als einen Akt des Herzens, bei dem es einzig und alleine um die Verbindung zu Gott, zum eigenen Herzen und zur eigenen Seele geht. Wir empfinden Schmerz, weil wir uns von der Quelle unseres Lebens entfernt haben, sagt Ansahl, der diese Quelle als Gott, wiederum andere als kosmische Energie, Universum oder mit anderen Worten bezeichnen mögen. Unsere oftmals negativen Reaktionen auf Lebensereignisse laufen innerhalb eines automatisierten Verdrängungsmechanismus ab, wir sprechen andere Menschen für negative Erfahrungen schuldig, um die eigenen Ängste und Verfehlungen nicht betrachten zu müssen. „Reagiere ich auf meine Umwelt oder übernehme ich Verantwortung und handle bewusst?“, ist die Frage, die wir uns an in diesen Momenten selbst stellen können. Es ist nicht möglich zu verhindern, dass sich Herausforderungen ereignen. Doch wir können unsere Aufgabe wahrnehmen, uns selbst in einen inneren Frieden zu begleiten.

„Wir müssen immer vergeben, daran erinnernd, dass wir selbst Vergebung brauchen. Wir brauchen Vergebung viel öfter, als wir vergeben müssen.“ Johannes Paul II

Vergebung ist laut Ansahl „die einzige konsequente Möglichkeit, sehr verlässlich und absolut sicher wieder Freude, Freiheit und Klarheit zu erlangen.“ Sie bringt uns zurück zur Quelle und zu dem Bewusstsein, dass wir weder von unserer Quelle noch voneinander wirklich getrennt sind; sie führt uns aus dem Hass und der Wahrnehmung der Getrenntheit zurück zur Liebe. „Wie viel Liebe bin ich bereit gegen all diese negativen Gedanken und Gefühle einzutauschen?“ – ist die Frage, die wir uns jetzt stellen können.

Willy Weber, Ausbilder für Klinische Seelsorge, weiß aus seiner Praxis, dass Vergebung selbst uralte Verletzungen heilen und tief wirksam wie eine gute Psychotherapie sein kann. Es kann ein langwieriger Prozess sein, denn es gilt, die individuellen Gefühle nicht zu verdrängen, sondern zu verarbeiten. Gefühle möchten wahrgenommen werden – und ernst genommen. Der Pastor und Dozent plädiert für eine „Vergebung mit Gefühl“, die die eigene emotionale Wirklichkeit nicht leugnet und sich in konkreten Schritten umsetzen lässt. Zunächst einmal sollte es Raum für Vorwürfe und Wut geben. Vergebung ist kein Deckel, den wir auf „negative“, angsteinflößende Gefühle drücken können, damit sie nicht an die Oberfläche kommen. Erst wenn wir gelernt haben, starke innere Gefühle wie Wut, Trauer, Hass, Rache – um nur einige zu nennen – zu spüren, anzuerkennen und ihnen Raum in uns zu geben, können wir uns auf die Reise zur Vergebung begeben.

Dann können wir der Herausforderung begegnen, Verständnis für den Täter – unser damaliges dynamisches Gegenüber – zu gewinnen, unabhängig davon wie lange dies dauern wird. Erst dann, sagt Weber, kann Vergebung in uns wirken und „eine Tür zu geklärten Beziehungen öffnen sowie zu einem inneren und zwischenmenschlichen Frieden führen.“

Sich selbst vergeben

In jeder großen Religion ist ein Konzept des Vergebens eingebettet. Ohne dies wäre nicht nur menschliches Miteinander, sondern auch individuelle Heilung nicht möglich. Die Annahme eines göttlichen Prinzips macht die Vergebungsarbeit wesentlich leichter, für viele Menschen somit erst möglich. Doch Vergebung kann unabhängig davon in jedes persönliche Glaubenssystem integriert werden – und sollte es auch, da das Festhalten an alten Wunden und negativen Gefühlen massive seelische und körperliche Auswirkungen haben kann. Psychoanalytiker Franz Alexander, Pionier der psychosomatischen Medizin, erkannte schon in den 1960er Jahren, dass Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle eine zentrale Rolle in den Erklärungen psychopathologischer Phänomene spielen. Gerade Schuldgefühle sind wesentlich an der Entstehung von Süchten, Depressionen und psychosomatischen Erkrankungen beteiligt; sie zerstören das Gefühl innerer Zufriedenheit und das Potenzial, über uns selbst hinauszuwachsen. Und Schuld ist letztlich nicht das, was wir dem anderen, dem „Täter“, zuweisen – ihre negative Energie fällt auch auf uns selbst zurück.

Die Identifikation mit dem eigenen Ego ist besonders wirksam, wenn wir an dem festhalten, das uns schmerzt und schwächt. Die Anhaftung daran lässt uns unsere Verbindung zur Quelle allen Lebens – zur Liebe – vergessen. Und darauf reagieren wir mit Gefühlen von Angst und Schuld. Wenn wir diese Schuldgefühle nicht verstehen, projizieren wir sie auf den anderen. Sehr oft sind es die Menschen, denen wir selbst am meisten zu vergeben haben, über die wir uns am meisten ärgern und die wir am weitesten von uns wegstoßen wollen. Und sehr oft bist du selbst der Mensch, dem du am meisten zu vergeben hast. Vergib dir endlich dein „Nicht – Perfekt – Sein“, vergib dir, dass du das breite Spektrum an menschlichen Gefühlen in dir trägst – helles wie dunkles. Vergib dir anstatt dir Vorwürfe zu machen, vergib dir, dass du dich im Augenblick nicht so liebst und annimmst, wie du bist. Es ist möglich, dass du erst dann wirklich fähig bist anderen Wesen zu vergeben, wenn du dir selbst aus tiefstem Herzen vergeben kannst. Wenn wir mit uns selbst nachsichtig und verständnisvoll umgehen, können wir auch unseren Mitmenschen – ja dem Leben selbst! – mit mehr Liebe und Wertschätzung begegnen, innerlich befreit und unbesorgt.

Vergebung ist eine Entscheidung

Es ist in jedem einzelnen Moment unsere Entscheidung, wie wir auf eine Verletzung reagieren. Es liegt in unserem eigenen Ermessen, Schmerz oder Freiheit zu wählen, uns als Opfer oder bewusste Agenten wahrzunehmen, die Vergangenheit hinter uns zu lassen oder uns selbst einen Amboß an den Fuß zu binden, der uns künftig am Laufen hindern wird. Vergebung ist die ultimative Herausforderung für unsere spirituelle Entwicklung. Selbst wenn wir lernen, eine kleine Kränkung nicht persönlich zu nehmen, und es uns gelingt, die Umstände wahrzunehmen, die einen anderen Menschen zu ungerechtem Verhalten uns gegenüber veranlasst haben, wird diese Übung immer schwerer, je größer das ist, was wir zu vergeben haben.

Sogar der Feind ist uns nütze, denn um Mitgefühl empfinden zu können, müssen wir uns in Toleranz, Vergebung und Geduld üben – und das lässt die Wut verfliegen. Dalai Lama

Wenn uns unser langjähriger Partner betrügt oder gar verlässt, kann Vergebung ein sehr langwieriger Prozess sein. Wie unterschiedlich die Menschen damit umgehen, kann sicher jeder von uns in seinem persönlichen Umfeld sehen. Schön, wenn ein ehemaliges Paar gemeinsamer Kinder zuliebe das verletzte Ego zur Seite schiebt, um freundschaftlich das Sorgerecht miteinander wahrzunehmen. Bitter, wenn jemand keine Liebe mehr in sein Leben lassen kann, weil er im inneren Gefängnis von Opferrolle, Schuldzuweisung und Schmerz festsitzt.

Der Therapeut Colin Tipping hat vor mehr als 20 Jahren einen praktikablen Ansatz entwickelt, effektiv zu vergeben. Seine „Radikale Vergebung“ lädt dazu ein, die Ereignisse in unserem Leben aus einer völlig anderen Sicht wahrzunehmen, einer Sicht, die uns nicht auf die Rolle des Opfers beschränkt. Auch sie basiert auf der Prämisse, dass alles in unserem Leben einen tieferen Sinn hat, der sich uns nicht unbedingt gleich – oder jemals – erschließt. Mit Hilfe eines Arbeitsblattes, mit oder ohne Coach, können wir die jeweilige „Geschichte“ erzählen, ausloten, welche Gefühle sie in uns hervorruft, welchen Anteil wir selbst und andere daran haben, sie in einen neuen Kontext setzen und als „vollkommen“ ins eigene Leben integrieren.

Noch schneller geht es mit diesen vier Schritten: Erkennen, dass wir die Situation selbst mit geschaffen haben, um zu wachsen; Akzeptanz der eigenen Gefühle und Interpretationen; Bereitschaft, göttliche Vollkommenheit in der Situation zu akzeptieren, wenn nicht sogar zu erkennen; und schließlich die bewusste Entscheidung für die Kraft des Friedens…

Quelle und weiter: https://www.sein.de/innere-freiheit-durch-vergebung/

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29 Antworten zu Spiritualität & Erwachen: Innere Freiheit durch Vergebung (von Martina Prahr) – 11.Februar 2019

  1. muktananda13 schreibt:

    Das Heilige im Menschen ist so rein, dass kein Gedanke es beflecken oder antasten kann.
    Das Heilige im Menschen ist so rein, dass keine Gefühl es beflecken oder antastenkann.
    Das Heilige im Menschen ist so rein, dass kein Wort es beflecken oder antasten kann.
    Das Heilige im Menschen ist so rein, dass keine Tat es beflecken oder antasten kann.
    Das Heilige im Menschen ist so rein, dass weder Mensch, noch etwas oder jemand anders es beflecken oder antasten kann. Weil das Heilige der Heiligen jenseits davon ist.

    Rechte oder falsche Gedanken, Gefühle, Worte und Taten sind dem Absoluten Bewusstsein fremd. Alles, was recht oder unrecht ist, gehört dem Relativen an, fällt auf die Individualität ab.

  2. muktananda13 schreibt:

    Über Verzeihen und Verzeihung

    Verzeihen ist ein Prozess der Ausgleichung individueller Energie. Es ist das bewusste Ausbalancieren der Seele zwischen – und + , das eine Korrektur eigener karmischen Folgen als Auswirkung hat.
    Da das Bewusstsein alles ist, ist es auch absolut. Absolut perfekt und ewig, absolut neutral. Schuldgefühle oder Anschuldigungen der Individuen können zur Last werden. Handlungen belasten, früher oder später, mehr oder weniger, alle Individuen. Da eigentlich die allermeisten Individuen davon überzeugt sind, dass ihre Individualität wirklich, real ist, belasten sie sich insofern augenblicklich karmisch. Jeder Gedanke und jedes Gefühl, die beide zur Tat werden, führen unwiderruflich zur karmischen Last. Das Gesetz der Kausalität oder des Karma ist seinerseits, die natürliche kosmische Folge der Unteilbarkeit des Bewusstseins, das als geteilt angedacht, angefühlt und ausgelebt wird. Verzeihe, damit dir verziehen wird.
    Doch Verzeihen unterliegt nicht, wie viele irrtümmlicherweise glauben, irgendeiner Pflicht, sondern erfolgt immer aus Bewusstheit, aus geistiger Überzeugung und dem gerechten Gefühl, frei und völlig ausgeglichen zu sein. Niemand MUSS verzeihen, aber jeder DÜRFTE oder KÖNNTE verzeihen.
    Der lingvistische Unterschied zwischen MÜSSEN, SOLLEN, KÖNNEN und DÜRFEN wIrd im Deutsch exzellent wiedergegeben.

    Alles steht allen frei. Selbst die Freiheit oder Gefangenschaft.
    ALLES ist eine Frage der Betrachtung. Siehst du dich als reales Individuum an, unterliegst du als Individuum dem Karma. ALLES kennt Schuld und Karma nicht, aber es gilt für die Individuen.
    Wer jedoch als Individuum verzeiht, verzeiht sich. Und wer sich verzeiht, steigt empor zur Einheit.
    Es ist sehr wichtig , am Anbeginn oder gar bereits auf dem spirituellen Wege verzeihen zu lernen. Alles, was jemals, sei es in dieser oder allen Inkarnation-en, dir Schlechtes angetan hat, lass es fallen. Je mehr du fallen läßt, desto höher wirst du gleiten können.
    Der letzte Ballast wird fallen aber erst mit der falschen Vorstellung, du seist jemand.

    Wie wirst du frei werden, wenn du an der Schuld herumhängst?
    Und wie willst du frei werden, wenn du an einer Individualität in der Zeittemporalität festklebst?

    • Mary Pieper schreibt:

      Für Muktananda
      Die Verantwortung für sein Tun zu übernehmen bedeutet, niemals an einer Schuld herumzuhängen, sondern bedeutet im Falle, geschadet zu haben, Wiedergutmachung. Kannst du diese Aussage unvoreingenommen zu Ende denken?
      Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.

      • muktananda13 schreibt:

        Wer weise ist, fühlt mehr als er sagt und denkt mehr als er zeigt.

      • yamahela/Armin schreibt:

        Da kann ich dir zustimmen – Muk.; deshalb gibt es ja auch viele, die permanent hier vertreten sind(vom Auftragsvolumen her) und andere eher seltener -oder auch nur als passiver Zuschauer/Zuschauerin.

    • gabrielealt schreibt:

      danke für diese sich so wahr anfühlende zeilen ❤

    • yamahela/Armin schreibt:

      Freiheit ist der Glaube an die Richtigkeit des Menschseins, und Individualität – in diesem Zusammenhang.. ist das Zünglein an der Waage – wenn wir aufstehen wollen, „ins Licht“, in die Reise der Einheit.

      Freiheit verleugnet nicht die Individualität.; aber so verlockend, es zu tun..;

  3. tula schreibt:

    Vergebung ist superwichtig, sich selbst und den anderen 😉 denn sie wissen nicht was sie tun und man selber auch nicht, also auch nicht ………..wenn man das Gefühl des verzeihensollten hat. 🙂 wenn das Gefühl nicht da ist , weiß man eh was man tut.

    • yamahela/Armin schreibt:

      Vergebung ist ein Hindernisparcours – aber mit Erleuchtungsanspruch.

      Vergebung ist das neue Gefühl der Einheit..; Götter vergeben sich gegenseitig – um der Erfahrung willen, die sie gemacht haben.

      • tula schreibt:

        wenn du ein Gott bist, hast eh nix mehr zu vergeben, bzw. wieso sprichst du immer über die Erleuchtung als ob du wissen würdest was das ist. 😯

      • tula schreibt:

        https://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/heilige

        Swami Sivananda: Heilige

        .

        Ein Heiliger, eine Heilige, ist ein Gott auf Erden. Für ihn bzw. für sie ist die ganze Welt wie Stroh. Ihm sind Gold und Stein gleichviel. Ihm/ihr sind Freude und Schmerz gleichbedeutend.

        Ein Heiliger lebt in Gott. Er hat Gott verwirklicht. Er kennt Gott. Er ist Gott geworden. Er spricht von Gott. Er zeigt den Weg zu Gott. Er ist berauscht von Gott. Er ist Gott Selbst. Er ist eins mit Gott.

        Heilige sind Gottes Vertreter auf Erden. Gott offenbart sich in einem Heiligen in Seiner ganzen Herrlichkeit, unendlichen Kraft, Weisheit und Wonne.

        Heilige bilden für die Suchenden eine Leiter zu Gott. Überall, wo sich Heilige und Weise auch nur kurze Zeit aufhalten, dort sind heilige Plätze, vergleichbar mit heiligen Orten wie Varanasi, Prayag und Brindavan.

        Ein Heiliger ist ein Segen für die Erde. Heilige sind lebendige Zeichen von Religion und wahre Wohltäter der Menschheit. Stets in der Geschichte spielten Heilige eine große Rolle in der Bewahrung geistiger Werte in der Welt.

        Ein Heiliger ist ein spiritueller Wäscher. Er verwendet die Seife der Hingabe und des Wissens und beseitigt die Flecken der Unreinheit in weltlichen Menschen. In seiner Gegenwart wird der Mensch heilig.

        In dem Moment, in dem der Geist an einen Weisen denkt, werden sofort alle unguten Vorstellungen und niedrigen Leidenschaften weggewischt. Meditation über das Leben von Heiligen kommt heiliger Gesellschaft gleich. Das Studium ihrer Lehre ist gleichbedeutend mit heiliger Gesellschaft.

        Denken an das Leben von Heiligen, leben in ihrer Gesellschaft und das große Glück, ihren Segen zu empfangen, lenkt einen Regen der Reinheit, Inspiration und des göttlichen Bewusstseins auf dich.

      • gabrielealt schreibt:

        tula und warum sprichst du über erleuchtung, als ob du wissen würdest was das ist

      • tula schreibt:

        wieso fragst du mich das Gabi?

      • gabrielealt schreibt:

        nun vielleicht spiegelschrift tula

      • tula schreibt:

        nein Gabi, du bist kein Spiegel, dazu bist du viel zu voll von Programmierungen, ergo dein Spiegel ist mit ganz vielen Tüchern verhüllt, du kannst nichts spiegeln. 😦

      • gabrielealt schreibt:

        ich habe nicht gesagt das iiiiiiiiiiiiiich ein spiegel bin

      • tula schreibt:

        du sagst mehr als genug, auch wenn du sagst das du es nicht gesagt hast, dein Spiel hat einfach schon soooo einen langen Bart, das es jeder übergeht der mit dir ins Gespräch kommt nur leider du hast es noch nicht geschnallt.

      • gabrielealt schreibt:

        das stimmt wohl, an was dies nur liegt, ohhhhhh jetzt glaub ich es zu wissen-oder doch nicht
        egal,
        wer und vorallem mit wem unterhält oder übergeht sich denn tula

      • tula schreibt:

        eihja, kicks dich grad wieder weg, weißt nicht mehr weiter. Alles gut!

      • gabrielealt schreibt:

        solltest auch mal tun, aber wenn du was wissen möchtest gerne, frag nur

      • tula schreibt:

        ich will was wissen?

        P.S. auf dein Wegkicken steh ich nicht.

      • yamahela/Armin schreibt:

        Du selbst meintest doch: Vergebung sei superwichtig..; nicht wahr.?!

  4. yamahela/Armin schreibt:

    Vergebung ist sicher wichtig, aber auch Aufarbeitung.; wie der Fall der vielen sexuellen Übergriffe über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte hinweg – innerhalb der katholischen Kirche ja zeigt, aber auch anderswo(in der Schauspielbranche, andere Institutionen beispielsweise) ganz ungeschoren sollte man die Täter nicht zurücklassen.; sie könnten sonst denken, es immer wieder zu versuchen, weil wir „die Guten/ die Opfer“ ja so alles hinnehmen würden..

    Verzeihung ist die Vorstufe zur Erleuchtung – ja.; und Liebe/Annahme kann uns dabei helfen. Der Prozess muss vonstatten gehen.; ungeachtet der Wege, die dabei gegangen werden sollen.

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