Natürlich gesund: Gesunde Knolle bei Verdauungsbeschwerden – Kurkuma für Magen und Darm (28.Januar 2019)

Kurkuma oder Gelbwurz stammt aus Südasien und ist ein wichtiger Bestandteil indischer Curry-Mischungen. Aber auch bei uns gibt es diese Knolle, die besonders gesund sein soll. Hauptsächlich wirkt es im Magen und Darm.

Der gelbe Farbstoff Curcumin, der in Kurkuma enthalten ist, gilt als besonders gesund. Die Wirkung dieses Stoffes ist wissenschaftlich nachgewiesen. „Die Hauptwirkung ist im Magen-Darm-Bereich“, erklärt Margit Fensl, Ernährungswissenschafterin aus Wienerherberg (Österreich).

„Es gibt sehr viele Studien, auch mit Menschen, die zeigen, dass Kurkuma wirkt. Überall dort, wo die Darmschleimhaut verletzt oder gestört ist, wirkt Kurkuma besonders gut“, erklärt die Expertin, „mit Kurkuma kann sich die Darmschleimhaut wieder regenerieren. Auch wenn man Polypen im Darm hat, können die durch Kurkuma schrumpfen.“

Kurkuma bei Verdauungsbeschwerden

Wer unter Verdauungsbeschwerden leidet, muss nicht unbedingt zu chemischen Medikamenten greifen. Es existieren auch pflanzliche Mittel, die nicht nur dieselbe Wirksamkeit aufweisen, sondern darüber hinaus nahezu keine Nebenwirkungen verursachen. Zu diesen gehört beispielsweise Kurkuma.

Die Knolle ist Teil der Familie der Ingwergewächse und medizinisch vielseitig einsetzbar. So können ihre Inhaltsstoffe in der Behandlung von Krebs oder Alzheimer zum Einsatz kommen, aber auch bei bestehenden Beschwerden mit dem Magen-Darm-Trakt.

Damit die heilenden Eigenschaften ihre Effizienz entfalten können, ist ein regelmäßiger Konsum einer größeren Menge des Gewürzes notwendig.

Dieses verleiht beispielsweise vielen Curry-Gewürzmischungen die typische Farbe. Gleichzeitig kann die Knolle zerrieben und in verschiedene Gerichte gegeben werden

Wie kommt es zu Verdauungsbeschwerden?

Bauchschmerzen, Magenprobleme, Durchfall und Verstopfungen sind Phänomene, mit denen beinahe jede Person im Verlauf ihres Lebens schon mal zu kämpfen hatte. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von harmlosen Gründen bis zu schwerwiegenden Erkrankungen.

So kann eine Infektion mit Bakterien oder Viren an den Erscheinungen schuld sein oder aber Geschwüre sowie Tumore in bestimmten Regionen des Verdauungstraktes.

Die Verdauung besteht aus einem komplexen System, welches bereits im Mund beginnt und sich durch Speiseröhre, Magen und die unterschiedlichen Darmabschnitte durchschlängelt. Bei Verstopfungen sind vor allem Dick- und Enddarm an der Erscheinung beteiligt.

Während der Dickdarm zu Trägheit neigt, kann gleichzeitig eine Störung des Enddarms vorliegen. Eine Trägheit des Dickdarms führt dazu, dass der Speisebrei nicht rechtzeitig weitertransportiert wird. Stattdessen leiten vorherige Darmabschnitte weiterhin Nahrung in den Dickdarm, wo die Flüssigkeit sich letztendlich staut.

Oftmals sind ein ungesunder Lebensstil, mangelnde Bewegung und viel Stress für die unangenehmen Empfindungen verantwortlich. Darüber hinaus können Verdauungsbeschwerden aufgrund von Vitaminmängeln, bestimmten Medikamenten, dem Reizdarmsyndrom, Diabetes oder anderen hormonellen Störungen entstehen.

Im Gegenzug zur Verstopfung sorgt ein Durchfall dafür, dass die betroffene Person mehrmals täglich dünnen Stuhlgang aufweist. Auch hier kommen zahlreiche Faktoren in Frage wie bakterielle Infektionen oder psychosomatische Phänomene.

Können Verdauungsbeschwerden mit Kurkuma gelindert werden?

Die Heilpflanze ist dazu in der Lage, durch ihre Inhaltsstoffe die Produktion von Gallenflüssigkeit anzuregen. Diese wiederum bildet die Grundlage für eine funktionierende Fettverdauung. Aufgrund dieser Eigenschaft ist die Verwendung bei Blähungen, Verstopfungen, Völlegefühl und Unverträglichkeit von fettigen Lebensmittel möglich. Ausschlaggebend für die Wirkung auf Verdauungsprobleme sind insbesondere zwei Inhaltsstoffe.

Bei diesen handelt es sich um Curcumin und die ätherischen Öle, von denen vor allem Turmeron hervorgehoben werden muss. Die beiden Inhaltsstoffe wirken sich zusammen auf die Galle aus und regen diese dazu an, vermehrt Flüssigkeit herzustellen. Die Galle entleert sich innerhalb eines kürzeren Zeitfensters, wodurch gleichzeitig die Fettverdauung angeregt und unterstützt wird. 

Das Entleeren der Gallenblase sorgt dafür, dass ein erhöhter Anteil der Flüssigkeit in den Darm gebracht wird. Hier kann die Galle die Fette zerspalten, der pH-Wert im Darm steigt. Ein milderer pH-Wert ist gleichzeitig für eine aktivere Verdauung verantwortlich. Grundlage für den Prozess sind bestimmte Enzyme, welche in dieser Umwelt ihre Effizienz ausbreiten können.

Somit bringt Kurkuma die menschliche Verdauung in Schwung, ohne dass chemische Medikamente notwendig wären. Die Pflanze greift nicht auf unnatürlich Weise in Magen oder Darm ein, dennoch gelingt es ihr, bestehende Beschwerden zu mildern.

Fazit: Kurkuma verbessert die Verdauungsbeschwerden

Kurkuma stellt eine sinnvolle Alternative zur Schulmedizin dar. Die Knolle ist nicht nur sehr günstig und schnell erhältlich, sie kommt darüber hinaus ohne Stoffe aus, welche dem menschlichen Organismus Schaden zufügen könnten.

Stattdessen konzentriert sich die Wirksamkeit auf die vorliegenden Verdauungsbeschwerden und verschaffen Abhilfe bei Schmerzen und anderen Komplikationen. Kurkuma weist auch bei höheren Mengen in der Regel keine Nebenwirkungen auf.

Das Gewürz kann ins Essen gemischt oder als Tee getrunken werden. Wichtig ist lediglich die Aufnahme einer angemessenen Dosierung, damit es der Pflanze möglich ist, ihr Wirkungsspektrum zu entfalten. Obwohl die Knolle viel mehr medizinische Ansprüche erfüllen kann, verbleibt ihr hauptsächliches Einsatzgebiet bei Verdauungsbeschwerden. 

Expertin empfiehlt einen Teelöffel Kurkuma täglich

Damit Kurkuma wirkt, sollten drei Gramm pro Tag verzehrt werden, das entspricht circa einem Teelöffel. Weil Kurkuma nur schwer vom Körper aufgenommen wird, sollte das Gewürz laut Ernährungswissenschafterin mit Pfeffer kombiniert werden, denn Pfeffer würde den Aufnahmeprozess erleichtern.

Für den täglichen Verzehr empfiehlt die Expertin eine Kurkumapaste auf Vorrat zuzubereiten und sich damit täglich eine „Goldene Milch“ zu produzieren (Rezept siehe unten). Laut Fensl sollten dazu vorrangig Gewürze aus biologischem Anbau verwendet werden.

Für kalte Wintertage kann die Kurkumapaste auch in heißer Mandel-, und Sojamilch aufgelöst werden. Dabei entsteht ein würziges, gesundes Getränk. Im Handel sind auch fertige Kurkuma-Gewürzmischungen für Milchgetränke oder geschmacksfreie Kurkuma-Kapseln erhältlich.

Rezept: „Goldene Gewürz-Milch“

Zutaten:

4 Teelöffel Butterschmalz oder Kokosöl
1/2 Tasse Kurkumapulver
1 Tasse Wasser
je 1/2 Teelöffel schwarzer Pfeffer, gemahlener Zimt, Ingwerpulver, Kardamon, Koriander und Vanille

Zubereitung: Butterschmalz oder Kokosöl in einer Pfanne schmelzen. Will man die Gewürzmilch vor allem morgens trinken, sollte man für die Zubereitung der Paste Kokosöl verwenden, da es aktivierend ist, abends eignet sich laut Expertin Butterschmalz besser.

Kurkuma und andere Gewürze unterrühren und kurz rösten. Wasser hinzufügen und zu einer dicken Paste einkochen. In ein sauberes Glas abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren. Die Masse hält sieben bis zehn Tage. Pro Tasse etwa einen Teelöffel der Paste in heißer Milch (auch Soja, Mandelmilch o.ä.) auflösen.

Quellen: PublicDomain/noe.orf.at/kurkuma-wurzel.info am 26.01.2019

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