Botschaft von Saul: „Ihr alle habt einen sehr wichtigen göttlichen Zweck…“ (durch John Smallman) – 14.Oktober 2017

https://i0.wp.com/torindiegalaxien.de/Bilder-neu20-02-11/li-arb/1medi-selb.jpg

„Ihr alle habt einen sehr wichtigen göttlichen Zweck, den ihr nicht verfehlen könnt“

Während ihr erwartungsvoll und zuversichtlich auf das große Erwachen der Menschheit wartet, haltet ihr euer Licht weiterhin hoch und haltet fest an eurer Absicht fest nur zu lieben, was auch immer entsteht. Dies zu tun ist sehr kraftvoll, weil eure Absicht mit ähnlichen Absichten verbunden ist, die von anderen gehalten werden, was zu einer exponentiellen Zunahme der Intensität des Feldes der Liebe führt, in der die Menschheit gehalten wird, selbst wenn sie sich entscheidet, in der Illusion schlafend zu bleiben. Es sind das Licht und die Liebe von euch, den Lichtträgern und Lichtwirkenden, die ständig und kontinuierlich in das Bewusstsein der Menschen eindringen und sie in Richtung eures Erwachens stupsen.

Ihr alle habt erfahren im Energie-Bereich von jemandem zu sein, der wirklich liebt und habt das Gefühl von Wärme und Annahme genossen, die er bereitstellt. Nun, ihr, jeder einzelne von euch, seid „so ähnlich“, wenn ihr wählt bewusst zu lieben, was auch immer entsteht. Deshalb liebt jeden Tag bewusst, während ihr euren täglichen Aktivitäten nachgeht, weil ihr verkörpert seid, um dies zu tun, es ist das, was ihr euch verpflichtet habt zu machen, und weil ihr sehr gut darin seid.

Gott verlässt sich auf euch, um die Menschheit in ihren Moment des Erwachens zu bringen, natürlich nicht alleine, denn ihr habt grenzenlose Unterstützung ~ wenn ihr euch dafür entscheidet und darum bittet. Allerdings steht ihr im Vordergrund, da der Prozess des Erwachens zielstrebig voranschreitet und eure Führung und Leitung ein wesentlicher Aspekt dieses heiligen Prozesses sind. Alle von euch, die ihr diese und ähnliche kanalisierte Mitteilungen lest und mitschwingt, erkennt und anerkennt die spirituellen Reiche, aber die überwiegende Mehrheit der Menschheit beschließt, sich ihrer spirituellen Natur nicht bewusst zu sein, sogar von der Möglichkeit ahnungslos zu bleiben, dass sie realer sein könnte als die physische Welt, mit der sie so vollständig beschäftigt sind. Die physische Welt scheint allen in ihrem Inneren sehr real zu sein, ganz gleich, wie spirituell entwickelt sie sind, aber diejenigen, die sich bewusst sind, dass ihr spiritueller Weg ihr primärer Zweck ist ~ Lichtträger und Lichtwirkende ~ sind besser fähig dem gegenüberzustehen, was in dieser Zeit ihrer Entwicklungs-Reise für alle auf der Erde entsteht. Deshalb ist es wichtig, dass ihr eure Meditation, Betrachtung, Beten, Chanten oder spirituelle Übungen die ihr wählt, täglich macht. Verbringt keine Zeit damit, den „richtigen Weg“ zu suchen, denn es gibt keine falschen Wege, haltet euch an das, was ihr gewählt habt und erlaubt, dass es durch eure tägliche Praxis wachsen und sich zu entwickeln. Es ist Beständigkeit des Zwecks der zählt, nicht der bestimmte Weg, den ihr gewählt habt zu folgen. Wisst, dass jeder Weg, den ihr wählt, immer im Einklang mit dem göttlichen Willen ist, denn das ist eure Absicht. Die Tatsache, dass ihr sehr wenig Reaktionen zu bekommen scheint, ist unwesentlich.

Erinnert euch wenigstens einmal täglich und möglichst in jeder wachen Stunde daran, dass ihr ein vollkommenes Kind Gottes seid, unendlich geliebt und in jedem Moment vollkommen angenommen. Erlaubt euch bewusst zu sein, dass es in euch entsteht, weil es euch wirklich trösten wird und in ein Gefühl seiner tröstlichen Wärme hüllt, dass ihr in jedem Moment eurer ewigen Existenz vollständig unterstützt werdet. Es gibt keinen Weg, auf dem ihr nicht sein könntet, weil ihr immer und ohne Unterbrechung eins mit Vater-Mutter-Gott seid, der göttlichen Quelle, die alles Ist, was existiert.

Es scheint oft, dass ihr alleine seid, verlassen, aber das ist die Natur der Illusion, von Natur aus ist es völlig unwirklich, polarisierend und trennend. Aber ihr seid niemals alleine, denn alleine zu sein ist unmöglich, weil alle Eins sind. Lasst euch nicht täuschen, erlaubt eurem kleinen, kleinen Ego nicht euch davon zu überzeugen, dass ihr für euer Überleben abhängig von eurer Getrenntheit seid.

Wenn ihr euch erlaubt, ins Bewusstsein eures Zustandes ewigen Einsseins einzutreten, auch wenn ihr es nicht stark empfindet, wählt ihr, euer Ego mit eurem höheren Selbst und damit mit dem Einen neu zu integrieren. Es gibt nur Eins, und euer Ego ist einfach ein kleiner verängstigter Aspekt eures Selbst, das einen Albtraum hat, und ihr werdet in Freude erwachen, wo all eure erhabene und ewige Existenz liegt.

Eure Egos sind ein notwendiger Teil des menschlichen Seins, ihr könnt euren Körper betreuen und euch an körperliche Aktivitäten erinnern, an denen euer Körper arbeiten muss, wie z. B. Essen und Schlafen, um euch fit und gesund zu halten, solange ihr wählt, ihn einzunehmen. Auch wenn es euch oft scheint, dass ihr größtenteils einfach physische Körper seid, die sich ums Überleben in einer feindlichen Umgebung abmühen, wo Unaufmerksamkeit eines Moments euch euer Leben kosten könnte, seid ihr beschäftigter, als ihr euch vorstellen könnt. Ihr seid jederzeit vollständig beschäftigt das Selbst zu sein, zu dem ihr geschaffen wurdet.

So wie ihr im Nebel der Illusion versunken seid, ist es für euch im Grunde unmöglich zu sehen und zu verstehen, welche großartigen Wesen ihr wirklich seid. Es geht darum, dies vor euch zu verbergen und das scheint sehr gut zu gehen. Es war nicht vorgesehen ewig zu dauern, und es wird und ist unwirklich, während es euch real erscheint, ihr müsst eure spirituelle Seite weiterentwickeln, d. h. eurem Heimweg zum Erwachen in die Wirklichkeit zu folgen. Und weil ihr mehr Bewusstsein dafür habt, als so viele andere, besteht die Kraft in euch, eure spirituellen Praktiken aufrechtzuerhalten, zu stärken und somit allen zu helfen zu erwachen, da ihr euch vor der Inkarnation dazu bereit erklärt habt.

Ihr alle habt einen sehr wichtigen göttlichen Zweck, den ihr nicht verfehlen könnt. Ihr könnt euren Fortschritt verlangsamen, indem ihr nicht so pflichtbewusst dient, wie ihr beabsichtigt habt, als ihr euch für eine Verkörperung entschieden habt. Wir senden euch ständig Mitteilungen durch verschiedene aufrichtende und inspirierende Kanäle, um euch dabei zu helfen, eure Aufgabe zu bewältigen. Generell macht ihr dies sehr gut, denn unsere Erinnerungen und Ermutigungen spornen euch an, indem sie euch daran erinnern, dass ihr unbesiegbar seid, weil ihr die vollkommenen und göttlichen Kinder Gottes seid.

Deshalb biete ich euch eine weitere Erinnerung an: „Ihr seid göttliche Wesen, Eins mit der Quelle, ewig und unendlich unterstützt, und ihr könnt nicht stoppen zu erwachen, weil es euer Wille ist, und das macht ihr.“

Mit viel Liebe, Saul

Saul durch John Smallman, Übersetzung: SHANA

Quelle deutsch: http://torindiegalaxien.de/1017/0saul.html#14

Das könnte Sie auch interessieren:

Die Transformations-Energieübertragung ist eine wunderbare Möglichkeit – alle Arten von Ängste und Begrenzungen tiefgehend aufzulösen und sanft loszulassen.

Aktueller Termin: Sonntag – 29.Oktober 2017 um 21.00 Uhr

Hier kannst Du Dich anmelden…

http://erst-kontakt.jimdo.com/
http://erstkontakt-events.jimdo.com/

Peace, Love & Unity……….Shogun Amona

Über erstkontakt blog

Erstkontakt Blog - Disclosure, Free Energy, Ascension & ET-Contact! Informationen rund um den Aufstieg und Bewusstseinswandel der Menschheit - zur neuen Erde - zum neuen Mensch-Sein und zum galaktischen Erstkontakt!
Dieser Beitrag wurde unter Aufgestiegene MeisterInnen, Botschaften, Uncategorized abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Botschaft von Saul: „Ihr alle habt einen sehr wichtigen göttlichen Zweck…“ (durch John Smallman) – 14.Oktober 2017

  1. yamahela schreibt:

    Der göttliche Zweck ist der beste Erkennungsweg, um dem Wesen Mensch nahe zu kommen..sein Zweck heiligt die notwendigen Mittel – zum Sebst.

  2. tula schreibt:

    Heinrich Zimmer zur Frage „Wer bin ich?“

    Heinrich Zimmer zur Frage „Wer bin ich?“

    Reflektion des Indologen Heinrich Zimmer aus seinem Buch „Der Weg zum Selbst“ 1944 erschienen im Rascher Verlag Zürich

    Alle Geschöpfe verlangen nach Glück ohne Leid und lieben sich selbst am meisten; das beruht darauf, daß Glück ihr innerstes Wesen ist. Um diese eingeborene Seligkeit, die alltäglich in der Seligkeit traumlos tiefen Schlafs erfahren wird, um diese eingeborene Seligkeit des Selbst in ihrer Fülle zu erleben, gilt es, das Selbst zu erkennen. Der beste aller Wege dazu ist das Fragen »WER BIN ICH?«

    Wer bin ich? — mein Ich ist nicht dieser greifbare stoffliche Leib (sthûla-sharîra), auch nicht die Wahrnehmungskräfte der fünf Sinne oder die fünf Lebenskräfte (prâna), die Atem, Stoffwechsel, Bewegung, Aeußerungen und Absonderungen des Leibes wirken, auch nicht das Gemüt mit seinen Regungen und Gedanken, — mein Ich ist weder eines von diesen allen, noch die bloße Gesamtheit dieser aller, Ich bin auch nicht die Schale aus seliger Lust gebildet (ânandamaya-kosha), die zuinnerst unter allen diesen Schalen meiner Person mich im traumlos tiefen Schlaf umfängt: der Stand des Unbewußtseins, darin die Tätigkeit all dieser Schalen nicht mehr fühlbar ist, indes ihre Kräfte, als reine Vermögen zugegen, schlummern. »Ich« kann nur heißen, was übrigbleibt, wenn man von ihnen allen absieht: reines Innesein, Sein Wesen ist Sein, Geist und Seligkeit (sat-chit-ânanda), Wenn das Gemüt als Werkzeug alles Wahrnehmens und Erkennens und aller Betätigung verlischt, verschwindet mit ihm die Dingwelt. Der Wahn, ein harmloser Strick, auf den man unver-sehens im Dunkeln tritt, sei eine Schlange, verschwindet, wenn die Wahrheit erfahren wird: es ist bloß ein Strick. Ebenso ver-schwindet der Wahn dieser scheinbaren Welt erst, wenn die Erkenntnis des wahren Selbst erlangt ist,

    Das denkende Gemüt ist eine geheimnisvolle Kraft (shakti) des Selbst. Wenn alle Vorgänge im Gemüt ausgeschaltet sind, bleibt nichts, was noch Gemüt heißen kann. Es ist aber auch keine Welt da, unabhängig und außerhalb von den Vorgängen des Gemüts. Der traumlose Schlaf kennt keine Gemütsvorgänge, daher auch keine Welt. Das denkende Gemüt treibt diese Welt im Wachen und im Traum aus sich hervor und saugt sie wieder ein, wie die Spinne ihr Netz aus sich hervorbringt und ihren Faden wieder in sich schlingt zu anderer Zeit. Wenn das Gemüt sich mit seinen Gebilden und Vorgängen entfaltet, erschafft es die Welt, und diese verhüllt das Selbst. Daher: gewahrt einer die Welt, so gewahrt es das Selbst nicht; wird er des Selbst gewahr, so verschwindet die Welt.

    Anhaltendes Fragen nach dem Wesen des Gemüts verwandelt dieses in das, worauf sich das »Ich« bezieht, und das ist letztlich das Selbst. Das Gemüt hängt sich immer an etwas Greifbares (sthûla), um zu bestehen, es kann nicht aus sich selber sein. Das Gemüt bildet den »feinen Leib« (sûkshma sharîra, subtle body), den Lebenskern (jîva) oder das Ich. Fragt man, wo entspringt die Idee des Ich? — so gewahrt man: im »Herzen« (hridaya). Wird das Gemüt durch innere Betrachtung in eine Spitze gesammelt, so läßt sich diese Stätte des Selbst auffinden. Die erste und vornehmste aller Regungen, der Urgedanke im Gemüt, ist »Ich«. Erst wenn er aufsteht, stehen andere Regungen zahllos auf. Das Gemüt ist nichts anderes als ein Bündel von Regungen; so kann es nur zur Ruhe kommen durch das Fragen »wer bin ich?« Wie ein brennender Span, der einen Scheiterhaufen in Flammen setzt, schließlich dabei sich selbst zu Asche verzehrt, so verzehrt die rastlose Beweglichkeit des Gemüts, die den Gang nach der Frage »wer bin ich?« allererst auf die Füße stellt und darin alle übrigen Regungen des Gemüts verzehrt, am Ende sich selber zu nichts.

    Wenn immer eine Regung in deinem Gemüt aufsteigt, die dich nach außen führt, folge ihr nicht, aber versuche den Blick nach innen zu wenden und frage: »wem kam diese Regung?« — Laß dich nicht davon irre machen, welche Gedanken und Regungen immer in dir aufsteigen mögen, verharre bei jeder, wie sie aufsteigt, im Fragen: »wem stieg dies auf?« — Gib acht, die Antwort kommt: »dem Ich stieg es auf«. Wer sich an dieses Fragen hält, dessen Gemüt bleibt einwärts gewandt und wird immerfort seiner eigenen Quelle zugetrieben. Und alle Regungen werden verzehrt, sowie sie aufsteigen. Halte dich an dieses Fragen und übe ständiges Einwärtsschauen und sei gewiß, daß dein Gemüt an seine Ursprungsstätte geheftet wird. Es findet sich bald darein und gibt den Kampf auf.

    Erst wenn das unstofflich feine Gemüt auslädt und sich durch das Hirn und die Sinne nach außen wirft, treten Namen (Begriffe) und Gestalten der stofflich greifbaren Welt in Erscheinung. Wird das Gemüt vom »Herzen« aufgesogen, so schwinden diese Namen und Gestalten. Wenn die Strebungen des Gemüts, die nach außen gehen, unterdrückt werden und es im »Herzen« innen festgehalten wird und all seine Spannung sich ihm selber zuwendet: das ist Einwärtsschau (antarmukha-drishti). Erhebt es sich aus dem Herzenund befaßt sich mit der Erschaffung der stofflich greifbaren Welt, so heißt das Auswärtsschau (bahirmukha-dristhi), Bleibt das Gemüt im Herzen eingeschlossen, so erlischt der Urgedanke »Ich« allmählich, und was übrigbleibt ist das ewige Selbst (âtman). Dieser Stand, in dem nicht die leiseste Spur der Ichvorstellung übrig ist, heißt »Schau des Wirklichen in seinem Eigenwesen« (svarûpa¬drishti), Im Vedânta wird dieser Stand »Schau der Erkenntnis« (jnâna-dristhi) genannt. Diese Ruhe ist nichts anderes als der Stand des Gemüts, bei dem es im Selbst versunken und mit ihm verschmolzen ist: es ist die Eigenform, die das Selbst bei sich selber hat (âtma-svarûpa), Dieser Zustand hat nichts mit Gedankenlesen, Fernwirkung der Seelen, Hellsicht oder »Wissen um die drei Zeiten« (tri-kâla-vedanâ) Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu tun.

    Wahrhaft wirklich ist das Selbst in seinem Eigenwesen (âtma svarûpa). Die äußere Welt samt allen Wesen (jîva) und dem welt¬waltenden Höchsten Herrn (îshvara) sind reiner spiegelnder Schein, der überm Selbst (âtman) erscheint wie der Anschein von Silber an einem Stück Perlmutter. Alle drei: die Welt, die Wesen und der weltwaltende Höchste Gott, erscheinen zugleich und verschwinden zugleich. Im Grunde ist es das Eigenwesen des Selbst (âtma-svarûpa), das als Welt, Ich (jîva) und Höchster Herr erschaut wird; alle drei sind im Grunde »Eigenwesen Shivas« (shiva svarûpa), d. h. Eigenwesen des Selbst.

    Unterscheidende Erforschung (vichâra) ist der wirksame Weg, das Gemüt zur Ruhe zu bringen. Auf anderen Wegen kann man wohl Gewalt über das Gemüt erlangen, aber es fällt immer wieder in seine alten Bande zurück. Durch Meisterung des Atems meistert man das Gemüt: wird er gehemmt, kommt das Gemüt zur Ruhe; hört aber der Zwang auf den Atem auf, so schnellt das Gemüt auf und wird von den ihm innewohnenden Neigungen (vâsanâ), mit denen es dank dem Karman aus früheren Leben durchtränkt ist, hin und her gerissen.

    Gemüt einerseits, Atem und die übrigen Lebenskräfte (prâna) an derseits haben die gleiche Quelle; wird der Atem (prâna) gemeistert, kommt auch das Gemüt zur Ruhe, und umgekehrt. Der Atem und die Lebenskräfte gelten als der stofflich greifbare (sthûla) Ausdruck und Erweis des Gemüts. Solange der Mensch lebt, hält das Gemüt diese Kräfte im Leibe fest und erhält den Leib, im Tode umschlingt es sie und nimmt sie mit sich hinaus.

    Die Meisterung der Lebenskräfte durch Zügelung des Atems (prânâyâma) kann wohl dazu dienen, das Gemüt zu meistern, nicht aber, es aufzulösen. Auch die Sammlung des Gemüts auf die innere Schau einer göttlichen Gestalt (mûrti-dhyâna) oder das innerliche Murmeln heiliger Formeln und Namen (mantra- und nâma-japa) und asketische Diät sind nur Vorstufen und Hilfen, das Gemüt zu meistern. Dank solcher Sammlung und solchen Hersagens wird das Gemüt in eine einzige Spitze versammelt und an einen einzigen Gegenstand gefesselt. Wie der rastlos pendelnde Rüssel des Elefanten, wenn er eine eiserne Kette zu halten bekommt, ruhig bleibt, und der Elefant seines Weges ziehen kann, ohne immerfort mit dem Rüssel nach irgend etwas zu langen, so wird das ewig unstäte, beweglich schweifende Gemüt erzogen, in innerem Anschauen oder Hersagen sich auf ein Bild oder Wort zu sammeln, haftet daran allein und hört auf herumzuschweifen. Wenn das Gemüt sich an zahllose wechselnde Vorstellungen verteilt und verstreut, bleibt jede einzelne von diesen schwach und wirkungslos. Je mehr dergleichen unwillkürliche Vorstellungen zur Ruhe gebracht werden und schließlich ganz verschwinden, um so mehr sammelt sich das Gemüt in eine Spitze und gewinnt dabei an Stärke und ausdauernder Kraft. Vollkommenheit in diesem Verfahren ist leicht zu gewinnen, wenn das Gemüt in der Erforschung des Selbst (âtma-vichâra) geübt wird.

    Unter allen Regeln asketischen Lebens ist Diät die wichtigste: mäßige Mengen und leichte Kost, die voll des Elements heiterer Klarheit ist (sâttvika) und frei von Stoffen, die das Triebleben anstacheln (râjasa) oder tierische Dumpfheit und Schwere mehren (tâmasika). Solche Kost mehrt die lichte Klarheit (sattva) des Gemilts und erleichtert die Erforschung des Selbst. Zahllose Triebe und Neigungen (vâsanâ) wohnen im Gemüt als Erbschaft des Verhaltens (karman) in früheren Leben; seit undenklichen Zeiten haben sie sich angehäuft in Leben ohne Zahl. Wie Wellen im Meer folgen sie einander unablässig im Gemüt. Wenn die Wesensschau des Selbst (svarûpadhyâna, âtmadhyâna) fortschreitet, kommen diese Bereitschaften zur Ruhe und schwinden schließlich, wie alt und eingewurzelt sie auch sind. Man muß fest und stetig werden in der Schau des Wesens und keinem Zweifel Raum geben, ob alle angehäuften Triebe und Neigungen je erlöschen können und das Gemüt sich je ins Eigenwesen des Selbst (âtma-svarûpa) zu ver¬wandeln vermag. Die Sünden eines Menschen mögen groß und zahllos sein, er soll nicht weinen und klagen: »ich bin ein Sünder, — wie kann ein Sünder Erlösung erlangen?« — Er soll jeden Gedanken, daß er ein Sünder ist, verbannen und eifrig in der »Schau des Eigen-wesens« sein; bald wird er vollkommen sein. Solange die Nei-gungen und Triebe, die zu äußeren Eindrücken drängen (vishaya-vâsanâ), dem Gemüt anhaften, soll man in der Befragung fortfahren: »wer bin ich?«; im Fragen fortschreitend soll man jede Vorstellung unterdrücken, sobald sie im Gemüt aufsteigt.

    Freisein von allen Lockungen äußerer Dinge heißt Leiden-schaftslosigkeit (vairâgya) oder Wunschlosigkeit (nirâshâ), unverrücktes Festhalten an der Eigengestalt des Selbst (âtma-svarûpa) ist Erkenntnis oder Wissen um das Wirkliche (jiïâna). Wunschlosigkeit und Erkenntnis führen schließlich zum gleichen Ziel. Wie ein Perlfischer auf den Meeresgrund taucht mit Hilfe schwerer Steine, die er an seine Füße gebunden hat, und die köstliche Perle erlangt, soll man mit zäher Entschlossenheit tief in sich selbst hinabtauchen und sich des köstlichen Juwels, des Selbst, bemächtigen. Es genügt, daß einer ohne Unterlaß über sein Eigen¬wesen, das Selbst, nachsinnt, bis daß er seine Wirklichkeit erlebt. Ablenkende Vorstellungen sind wie Feinde in einer belagerten Feste. Solange sie diese halten, machen sie Ausfälle aus ihr. Belagert und ausgehungert, müssen sie herauskommen, früher oder später wirst du sie einzeln, wie sie erscheinen, abtun und schließlich die Feste erobern.

    Gott und der Guru sind nicht wirklich voneinander verschie-den. Wer sich dem Meister (guru) anheimgibt und seine Gnade gewinnt, wird Erlösung finden und nicht verloren sein, so wenig wie die Beute, die dem Tiger in den Rachen gefallen ist, ihm entkommen kann. Nur muß der Schüler den Weg, den ihm der Guru weist, gehen, ohne zu fragen. Sich Gott anheimgeben, ist das gleiche wie sich auf das Selbst sammeln, wenn man keinen anderen Gedanken dabei aufkommen läßt. Leg all deine Last auf ihn, denn Gott trägt alle Lasten auf seinen Schultern, sein ist die höchste Kraft, die alle Dinge der Welt leitet, — was grübeln wir und quälen uns, ob wir dies oder das tun sollen, anstatt uns Gott anheim-zugeben? Wer in die Bahn steigt, trägt sein Bündel nicht länger auf dem Kopf, er legt es ab und sitzt bequem.

    Seligkeit ist das eigentliche Wesen des Selbst (âtma-svarûpa), beide sind eins. Sie allein ist wirklich, in keinem der zahllosen Dinge der Welt ist vollkommenes Glück, es ist bares Nichtwissen, es von ihnen zu erwarten, Wenn das Gemüt sich nach außen wendet, hinter den Dingen her, so leidet es Angst und Kummer. Immer wenn unsere Wünsche sich erfüllen, wendet sich im Grunde unser Gemüt zu seinem Quell zurück und erfährt das Glück des Selbst (âtmasukha); das gleiche erfahren wir im tiefen Schlaf, in Versenkung (samâdhi) entrückt und wenn das Bewußtsein schwindet. Wenn Erwünschtes sich erfüllt oder Unerwünschtes vergeht, wendet das Gemüt sich einwärts und genießt das Glück des Selbst. So schweift das Gemüt rastlos vom Selbst ab und kehrt zu ihm heim; dieses Spiel ist sein endloses leidvolles Teil. Der Schatten unterm Baum tut wohl und erquickt, die Sonne draußen ist unerträglich heiß. Der Wanderer im Sonnenglast flieht in den Schatten und genießt seine Kühle, bald aber zieht es ihn wieder in die heiße Sonne hinaus, wieder wird ihm die Hitze unerträglich und er kehrt in den Schatten zurück. So schweift er unablässig hin und her.

    Seinesgleichen heißt man einen Toren. Ein Weiser rührt sich nicht aus dem Schatten; das Gemüt des erleuchteten Weisen (jnânin) schweift nicht vom Unbedingten (brahman) ab, es erfährt dessen immerwährende Seligkeit.

    Schließlich ist die Welt der Erscheinungen eine Vorstellung oder ein Gedankending. Zieht das Gemüt sich von ihrem Bilde zurück und hört auf, zu denken und vorzustellen, so schwindet die Welt dahin, und das Gemüt erfährt unbeschreibliche Seligkeit. Entsprechend: erscheint die Welt, d. h, das Gemüt ist tätig, so erfährt es Angst und Kummer. Ohne Wunsch, Entschluß oder Mühe erhebt sich die Sonne am Himmel. Dann öffnet der Lotos seinen Kelch, das Wasser beginnt zu verdunsten, und die Menschen stürzen sich in vielerlei Tätigkeit. In der Nähe des Magnetsteins tanzt die Magnetnadel: so vollziehen die Seelen (jîva) rein unter der Gegenwart des weltwaltenden Gottes (îshvara), der selber ohne Wunsch oder Bedürfnis ist, ihre Tätigkeit gemäß ihrem angesponnenen Schicksal (karman) aus früheren Leben und sind darin untertan seinen fünf göttlichen Gebärden: dem Erschaffen (sarga), Erhalten (sthiti) und Einraffen (samhâra), seinem Sich-Entziehen-ins-Verborgene (tirodhâna) und seinem erbarmenden Ansichnehmen (anugraha). Er aber ist alles gestaltenden Wollens (samkalpa) bar, und seine Tätigkeit reift keine Frucht des Karman. Er bleibt er¬haben und unberührt, — so rührt kein Treiben der Welt unten an die Sonne in ihrer Höhe. Die guten und schlimmen Eigenschaften der vier Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft, ihr Festes, Flüssiges, Hitzendes und Bewegliches haben dem fünften reinsten Element, dem Aether, der den Weltraum erfüllt, nichts an, er aber umfängt und trägt sie alle allgegenwärtig.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s