Schneemond, Mondfinsternis und Komet: Am Freitag spielt sich etwas Einzigartiges am Himmel ab (09.Februar 2017)

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Nachdem die drei „Supermonde“ 2016 die Welt begeisterten und zu zahlreichen schönen und bewundernswerten Bildern führten, gibt es dieses Jahr wieder himmlische Spektakel zu bestaunen — dieses Mal sogar im Dreierpack.

Drei Events an einem Abend

Diesen Freitag auf Samstag finden drei Himmelspektakel auf einmal statt. Ein „Schneemond“ wird dabei noch am wahrscheinlichsten zu sehen sein. Wenn viel Schnee fällt, wie es im Februar oft der Fall ist, und gleichzeitig Vollmond herrscht, lässt sich das Phänomen feststellen.

Eine Mondfinsternis überschattet jedoch den verschleierten „Schneemond“. Diese kommt dann vor, wenn die Erde, die Sonne und der Mond in einer Linie stehen und der Schatten der Erde den Mond verdunkelt. Die Mondfinsternis ist mehr oder weniger gut zu sehen, je nachdem wo man sich auf der Welt befindet.

Am Freitag genau um 23:32 Uhr (MEZ) tritt der Mond in den Halbschatten der Erde ein. Um 01:44 Uhr erreicht die Halbschatten-Mondfinsternis dann ihren Höhepunkt und zu diesem Zeitpunkt solltet ihr unbedingt in den Himmel blicken! Der nördliche Rand des Mondes ist dann in einem aschgrauen und leicht abgedunkelten Licht zu erkennen.

Um 03:55 Uhr verlässt der Mond den sogenannten Halbschattenkegel der Erde wieder. Da es keine vollständige Mondfinsternis ist, ist auch nur eine leichte Verdunkelung der Mondscheibe sichtbar.

Da der Mond während der Verdunkelungsphase über dem Horizont steht, ist die Finsternis von Europa aus sichtbar. Der Mond steht zu diesem Zeitpunkt im Sternzeichen Löwe.

Dazu kommt ein Komet, der lediglich alle knapp fünf Jahre zu sehen ist. Der als „New Year Comet“ oder „(ha) Comet 45P/Honda-Mrkos- Pajdušáková“ bezeichnete Komet wird voraussichtlich am besten am Samstag zu sehen sein, der in vergleichsweise geringer Entfernung von 12,6 Millionen Kilometern an der Erde vorbeifliegt – er ist dabei also etwa 33 mal so weit entfernt wie der Mond.

Der kurzperiodische Komet mit der Bezeichnung 45P wurde am 3. Dezember 1948 von dem japanischen Astronomen Minoru Honda, dem tschechischen Astronomen Antonín Mrkos und der slowakischen Astronomin Ludmila Pajdušáková entdeckt. Wegen seines komplizierten Dreifachnamens wird er in der Literatur oft nur als 45P/H-M-P bezeichnet.

45P/Honda-Mrkos-Pajdušáková hat eine Umlaufzeit um die Sonne von nur 5,25 Jahren. Seine elliptische Bahn hat ihr Perihel zwischen der Merkur- und der Venusbahn, ihr Aphel etwas außerhalb der Jupiterbahn.

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Im Februar 2017 wandert der Komet rasch durch Adler, Herkules, Bootes und Jagdhunde in den Löwen, wo seine scheinbare Helligkeit gegen Monatsende auf unter 10 mag sinkt. Aufgrund dieses Bahnverlaufs ist der Komet ab Februar 2017 am Morgenhimmel zu sehen.

Das Ereignis ist allerdings nicht überall auf der Welt sichtbar. In Europa, Afrika, Asien und Nordamerika ist das Spektakel am Freitag zu bestaunen. Lediglich in Australien und in der Antarktis ist das seltene Zusammenkommen dieser drei astronomischen Ereignisse nicht zu sehen.

Wer also in der Nacht zum elften Februar nicht schlafen kann, darf sich auf das seltene Himmelsereignis freuen. Dieses beginnt ab etwa 17 Uhr am Freitag und endet gegen 8 Uhr am Morgen des elften Februars. Ab etwa 18 Uhr des selben Tages ist das Schauspiel dann noch einmal zu sehen.

Video:

So sieht ein „Schneemond“ aus

Quelle und mehr: http://www.pravda-tv.com/2017/02/schneemond-mondfinsternis-und-komet-am-freitag-spielt-sich-etwas-einzigartiges-am-himmel-ab-videos/

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