Natürlich gesund: Die grüne Frühjahrskur mit Wildkräuter-Smoothies (von Evelyne Laye)

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Der Frühling war für unsere Vorfahren, die noch um die Heil- und Regenerationskraft der wildwachsenden Pflanzen wussten, die perfekte Zeit, um sich die Trägheit des Winters mit allerlei Heilpflanzen auszutreiben und neue Lebenskräfte zu tanken. Denn nach dem langen Winter mit wenig Sonne sind wir oft müde und kränklich und ohne Energie. Wildkräuter wie Brennesseln, Löwenzahn oder Gänseblümchen, die ab März überall auf unseren Wiesen wachsen, werden schon seit Jahrtausenden hoch geschätzt und durften in früheren Zeiten bei keiner Frühjahrskur fehlen. Sie reinigen das Blut, entgiften Leber und Nieren und bringen wieder die Lebensgeister in Körper und Geist zurück. Mit der grünen Frühjahrskur mit Wildkräuter-Smoothies knüpft man an diese alte Tradition an! Man lässt los, was dem Körper nicht gut tut und nährt ihn gleichzeitig mit den besten Vitalstoffen, die die Natur zu bieten hat. Der grüne Trank reinigt und entgiftet tiefgreifend und durch seine wertvollen Vitalstoffe wird der Körper bis in jede Zelle hinein erfrischt und genährt. Eine Frühjahrskur mit Wildkräutern ist ein wahrer Jungbrunnen, und schon nach wenigen Tagen fühlt man sich leichter, wacher, aktiver und voller Energie.

 
Der Wildkräuter-Smoothie – ein grüner Zaubertrank

Wildkräuter generell besitzen viel mehr Vitamine, Mineralien Spurenelemente und wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Bitterstoffe, ätherische Öle und Enzyme als unsere herkömmlichen Kulturpflanzen. Die allermeisten dieser Stoffe sind lebenswichtig für uns, damit unser Körper reibungslos funktioniert. Verglichen mit z.B. dem Kopfsalat enthält die Brennessel die zwanzigfache Menge an Kalzium und Vitamin C und die siebenfache Menge an Eisen. Löwenzahn ist wohl die reichste pflanzliche Quelle an Vitamin K und enthält dreißig mal mehr Eisen als Spinat und vierzig mal mehr Vitamin A als Kopfsalat. Die ursprünglichen Wildpflanzen enthalten im Durchschnitt das Dreifache an Magnesium (die meisten Menschen in unseren Breiten leiden an einem Magnesium-Mangel) und das Zehnfache an Eisen wie unsere Kulturpflanzen. Die grünen Blätter und Blüten der Wildpflanzen mit ihrer hohen Nährstoffdichte sind also richtige Kraft- und Energiepakete und sollten eigentlich ein wichtiger Bestandteil unserer Nahrung sein.

Doch warum sollten wir diese Wildkräuter im Smoothie trinken? Durch das feine Mixen werden die wertvollen Inhaltsstoffe der grünen Blätter aufgeschlossen und können vom Körper mit wenig Energieaufwand voll und ganz aufgenommen werden. Weil man die grünen Blätter dabei roh zu sich nimmt, werden Vitamine und die wertvollen Enzyme nicht zerstört. Das entlastet die Verdauung und wird auch von Menschen, die ansonsten nach dem Genuss von Rohkost zu Blähungen und Bauchschmerzen neigen, gut vertragen. Auch nimmt das Obst oder Fruchtgemüse den Wildkräutern den herben Geschmack und macht es uns leicht, das Wertvollste, was in der Natur zu finden ist, als Smoothie zu trinken.

Die Wildkräuter für die grüne Frühjahrskur

Die besten heilkräftigen Wildpflanzen für diese Frühjahrskur sind schon seit Jahrhunderten für ihre entschlackenden und reinigenden Eigenschaften bekannt: die Brennessel, der Löwenzahn, der Spitzwegerich und der Bärlauch. Alle vier finden Sie ab März reichlich auf unseren Wiesen, und auch den Sommer über bis in den Spätherbst hinein – außer dem Bärlauch, dessen köstliche Blätter wir nur im März und April zu uns nehmen können. Natürlich kann man auch nur mit zwei oder drei der Wildkräuter eine Frühjahrskur machen, da jede Pflanze einen Cocktail an heilkräftigen Inhaltsstoffen enthält. Am meisten Inhaltsstoffe haben die Pflanzen dabei von März bis in den Juni hinein. Im Sommer sind sie immer noch heilkräftig, aber eben etwas weniger. Tägliche Wildkräuter-Smoothies aus Obst oder Fruchtgemüse und Wildkräutern – und ein paar Zusätzen wie z.B. ausgesuchten Gewürzen – sind das Zentrum dieser Frühlingskur. Das Grundrezept ergibt – je nachdem, wie viel Wasser Sie hinzufügen – ungefähr 1,5 Liter Smoothie und ist die Menge, die Sie an einem Tag trinken sollten. Das folgende Rezept soll Ihnen als Orientierungshilfe dienen, denn Sie können Ihren Smoothie jeden Tag an Obst und Gemüsezutaten variieren.

Wildkräuter-Smoothie-Grundrezept

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Ein großer eher saurer Apfel
Eine Birne
Eine Handvoll Spinat
Zwei bis drei Stangen Sellerie
Zwei große Handvoll Wildkräuter ( 70 g oder mehr)
Ein Stück Bio-Zitrone
Ein oder zwei Prisen Kurkuma
Stevia nach Bedarf
400 bis 800 ml Wasser, je nach Wunsch

Waschen Sie alle Zutaten und schneiden Sie sie in grobe Stücke. Geben Sie die Hälfte der Zutaten mit dem Wasser in den Mixer; nach ungefähr einer Minute Mixen auf kleiner Stufe auch die restlichen Zutaten. Fügen Sie eventuell noch Wasser hinzu, je nachdem, wie sämig Sie Ihren Smoothie haben möchten und pürieren Sie für kurze Zeit auf höchster Stufe. Ihr erster Wildkräuter-Smoothie steht bereit! Sie können ihn bis zu zwei bis drei Tagen im Kühlschrank aufbewahren, aber frisch zubereitet schmeckt er am besten. Der Schaum auf dem Smoothie ist übrigens ganz normal und kann bedenkenlos mitgetrunken werden. Wenn Sie den Smoothie allerdings eine halbe Stunde stehen lassen, löst sich der Schaum wieder auf.

Warum überhaupt entgiften?

Doch warum sollten wir überhaupt eine Frühjahrskur in Erwägung ziehen? Auf diese Frage gibt es gute Antworten: Weil wir nicht mehr genügend frische, unbehandelte und natürlich angebaute Nahrungsmittel essen. Weil unsere Nahrung mit allerhand Nahrungsmittelsubstanzen wie Konservierungsstoffe oder Süßungsmittel angereichert ist, die die Leber überfordern. Weil wir unsere Organe durch die Zufuhr von leeren Kalorien wie Zucker oder Weißmehl belasten und übersäuern. Weil wir zu oft zu viele Medikamente einnehmen, die unsere Organe schädigen können… und ich könnte leicht noch eine Weile weiter so fortfahren. Wir sind alle mehr oder weniger mit Schadstoffen belastet; das ist eben der Preis für unsere zivilisierte Lebensweise! Sich gesund und wohl zu fühlen ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von vielen kleinen Entscheidungen, die jeder Mensch selbstverantwortlich für sich und seinen Körper trifft. Für einige Wochen Wildkräuter mit in den Speiseplan aufzunehmen und andere Nahrungsmittel stehen zu lassen ist eine großartige und leicht umzusetzende Möglichkeit für uns alle, etwas Gutes für uns und unseren Körper zu tun.

Die Vorteile einer grünen Frühjahrskur

Wenn Sie Ihre Ernährung umstellen und Wildkräuter-Smoothies trinken, werden Sie während der Frühjahrskur und vor allem danach sehr wahrscheinlich folgende Veränderungen festellen.
– Sie sind leistungsfähiger und haben mehr Energie.
– Sie beugen Krankheiten wirksam vor
– Chronische Krankheiten verbessern sich
– Sie nehmen mit Leichtigkeit mehrere Kilos ab
– Sie sehen schöner und jünger aus
– Sie sind geistig klarer und ausgeglichener

Milch, Weizen, Zucker – nein danke!
Während der Frühlingskur nehmen wir ausgewählte frische Nahrung zu uns, die uns mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, die unser Körper braucht. Doch noch wichtiger ist es, auch etwas wegzulassen, nämlich alles, was unseren Körper in irgendeiner Weise belastet und beschwert. Verbannen Sie bitte die folgenden Nahrungsmittel während Ihrer Frühlingskur und vielleicht möchten Sie auch danach den Konsum etwas einschränken.

Fleisch, Fisch und Milchprodukte
Tierische Eiweiße erhöhen den Cholesterinwert und führen so zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Milchprodukte und Fleisch sind auch einer der Hauptursachen für die steigenden Krebsraten der westlichen Welt. In sehr geringen Maßen genossen, kann unser Körper diese geballten tierischen Eiweiße einigermaßen verkraften, doch während der Frühjahrskur gönnen wir unseren Organen eine Pause, was vor allem unsere Leber und unsere Nieren freuen wird.

FrauenmantelZucker
Es ist nichts Neues, dass Zucker schädlich ist, und doch ist es für viele schwierig, von dem süßen Gift zu lassen. Nicht nur, weil die Süße uns so gut schmeckt, sondern auch, weil es in so vielen Lebensmitteln wie Ketchup, Brot, Wurst oder Fertiggerichten zu finden ist.
In unserem Körper wirkt es tatsächlich giftig: Zucker ist ein Vitaminräuber und lässt uns heißhungrig und müde werden. Es schießt unseren Blutzucker in die Höhe, worauf Insulin ausgeschüttet wird, was den zu hohen Blutzucker wieder senkt. Daraufhin kommt schon wieder die Lust auf Süßes und wieder der Heißhunger. Wenn dieser Kreislauf einige Zeit lang so weiter geht, wird der Fettstoffwechsel gestört, was unter anderem dazu führt, dass das Abnehmen sehr erschwert wird und die Chancen, an Diabetes zu erkranken, sehr ansteigen. Zudem wird Zucker im Körper sehr sauer verstoffwechselt und belastet die Leber beträchtlich. Meiden Sie auch Süßungsmittel wie Agavendicksaft, Ahornsirup oder Honig. Da ist pure Fruktose drin, was genauso schädlich ist.

Süßstoff
Finger weg von künstlichen Süßstoffen! Aspartam ist der meistgebrauchte Süßstoff weltweit und gilt als einer der schädlichsten Lebensmittelzusätze. Er wird verantwortlich gemacht für Beschwerden wie Epilepsie, Migräne, Unruhe, Tinnitus, Schwindel und viele andere mehr. Auch Aspartat, Phenylalanin, Methanol und andere Süßstoffe können die Gesundheit schwer beeinträchtigen.
Stevia und Birkenzucker sind nicht gesundheitsschädlich und gute Alternativen zu Zucker und Süßstoffen.

Getreide
Immer mehr Menschen bekommen Probleme, wenn sie die typischen Brotgetreidesorten Weizen, Roggen und Gerste essen. Das liegt unter anderem auch am Klebereiweiß Gluten, auf das immer mehr Menschen empfindlich reagieren.
Vor allem Weizen ist inzwischen gentechnisch so verändert worden, dass nicht nur das Gluten für viele Beschwerden wie Verdauungsprobleme, Gewichtszunahme, Allergien, Entzündungen und mehr verantwortlich ist. Wir lassen vor allem Weizen und alle glutenhaltige Getreidesorten während der Frühjahrskur weg.

Getränke
Limonaden und Fruchtschorlegetränke enthalten Zucker und alle möglichen Zusatzstoffe und sind nicht geeignet für die Detoxkur. Auch Kaffee und Schwarztee lassen wir nach Möglichkeit los.

Fertigprodukte
Zucker und Weizen sind noch die am wenigsten schädlichen Zutaten bei Fertigprodukten. Die Zutatenliste ist meist beängstigend: Transfette, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Aromastoffe und vieles mehr. Unser Körper ist auf diese unnatürlichen Stoffe nicht eingestellt und braucht enorm viel Energie, um sie zu verstoffwechseln. Der Nährstoffgehalt dagegen ist meist nicht der Rede wert.

Öle
Sonnenblumenöl und Distelöl begünstigen Entzündungen im ganzen Körper und sollten niemals verwendet werden. Rapsöl ist besonders gefährlich, da bei der Produktion fast immer gesundheitsschädliche Transfettsäuren entstehen. Da Olivenöl einen niedrigen Rauchpunkt hat, sollte man nicht damit kochen und braten, für Salate kann man es gut nehmen. Das beste Öl ist allerdings Kokosnussöl, das man für alles verwenden kann. Es wirkt entzündungshemmend, blutzuckersenkend, hilft bei verschiedensten Darmbeschwerden und wirkt stärkend auf das Herz-und Kreislaufsystem.

Die grüne Frühjahrskur

Doch was dürfen Sie dann noch zu sich nehmen? Das Herz der Frühjahrskur ist der Wildkräuter-Smoothie, von dem Sie sich jeden Tag ca. 1,5 Liter zubereiten. Morgens trinken Sie ungefähr ein Drittel Ihres Smoothies, ebenso wie zur Mittagszeit. Mittags dürfen sie sich danach noch einen leckeren großen Salat mit wenig Öl zubereiten. Zwischendurch sind auch immer Rohkostsnacks wie z.B. Karotte und Chikoree mit Senfsauce oder Avocado mit Zitronensaft erlaubt…

Quelle und weiter: http://www.gehvoran.com/2016/03/die-gruene-fruehjahrskur-mit-wildkraeuter-smoothies/

http://erst-kontakt.jimdo.com/

http://erstkontakt-events.jimdo.com/

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