Spiritualität & Erwachen: Hellsichtigkeit oder Medialität sind nichts Besonderes (von Claudia Shaktov)

Wenn es eine feinstoffliche und spirituelle Welt in und um uns herum gibt, dann muss es auch in uns eine Anlage dafür geben, diese für unsere physischen Sinnesorgane nicht erkennbare Welt wahrzunehmen und zu erfassen. Medialität oder Hellsichtigkeit ist also keine “Zauberei“ und auch keine besondere Eigenschaft bestimmter „auserwählter“ Personen, sondern eine Fähigkeit in jedem von uns, der wir uns einfach öffnen können. Bei mir selbst war eine Theta-Healing-Ausbildung der entscheidende Türöffner.

Ich gehöre zu einer Generation, die, wie viele Generationen vor ihr, so viel vergessen hat, dass sie sich nun wieder langsam und teils mühsam an sehr vieles erinnern muss. Unsere Kinder werden es leichter haben, das sehe ich bereits. Doch inzwischen habe ich keinen Zweifel mehr an der Existenz einer feinstofflichen spirituellen Welt. Und ob wir nun an sie glauben oder nicht, spielt für ihre Existenz gar keine Rolle. Daher trägt auch jeder von uns das in sich, was wir „mediale Fähigkeiten“ nennen, also die das Potenzial, die feinstoffliche spirituelle Dimension in uns und um uns herum wahrzunehmen. Ob wir es nun wissen oder glauben oder nicht. Gleichzeitig ist es so, dass nicht alle die Türen der Wahrnehmung zur selben Zeit für sich öffnen. Den Zeitpunkt bestimmt jeder für sich. Und manche tun es gar nicht. Doch das Potenzial ist immer und in jedem Menschen vorhanden.

Manchmal öffnen sich unsere medialen Kanäle (Hellsehen, Hellhören, Hellfühlen) im Zusammenhang mit einem schwerwiegenden Ereignis in unserem Leben. Das können zum Beispiel Verlust, Krankheit, jede Art von Katastrophen oder eine Kombination daraus sein.

Oft entwickelt sich die Medialität über einen längeren Zeitraum. Viele Menschen haben in diesem Fall eine Art Lebensthema, das sie zu verstehen, zu bewältigen und zu lösen suchen. Und manchmal werden wir einfach damit geboren und bleiben bewusst ein ganzes Leben dabei. Oder wir sind es plötzlich einfach. Wie mein Osteopath, der im vierten Studienjahr plötzlich anfing, mit den Händen zu hören. Einfach, weil er innerlich so weit war und seine Neugierde seine Angst überwog.

Kopfkino oder Hellsichtigkeit

In meinem Fall war es ein Lebensoder auch Seelenthema, das ich seit meiner Kindheit erforsche: Beziehungen. Diese Forschungsreise und der innige Wunsch, das Wesen von Beziehungen zu verstehen, um wahre Liebe in mein Leben zu bringen, führten mich zunächst zur Psychologie und dann zur Spiritualität. Und in meinem ersten Theta-Healing-Seminar vor ein paar Jahren wurde ich mir schließlich meiner Hellsichtigkeit bewusst. Ich hatte es immer ängstlich und verständnislos „Kopfkino“ genannt, ohne zu wissen, wie viel mehr es ist.

Von da an wurde meine Wahrnehmung stärker und klarer. Ich hatte weder bewusst darum gebeten noch war ich wirklich vorbereitet, und so musste ich zunächst lernen sie zu beherrschen, so dass sie mich nicht einfach mitten im Gespräch mit einem Menschen „überfiel“ und zum Teil auch überwältigte. Zum Beispiel traf ich jemanden und sah plötzlich völlig unerbeten Dinge, die die Mutter und die Familie dieser Person betrafen, mir schossen die Tränen in die Augen und ich wusste nicht, wie ich mich verhalten sollte. Eine erfahrene Schamanin half mir an diesem Punkt, innerlich zu klären, wann ich derartige Bilder und Informationen empfangen wollte und wann nicht. Mit dieser neuen Sicherheit konnte ich weitergehen.

Von der Hellsichtigkeit zur Hellfühligkeit

Mit der Zeit öffneten sich weitere Kanäle in mir. Ich fühle und höre nun auch hell. Ich kommuniziere mit Pflanzen und Tieren (nicht so oft, aber es geht ☺), ich stelle Fragen an meine höhere Kraft und erhalte Antworten, ich weiß plötzlich Dinge, die ich „eigentlich“ nicht wissen kann.

Ganz normal. Es ist eine sehr schöne Sache und im Grunde unsere Natur. Niemand muss sich davor fürchten oder dem aus dem Weg gehen. Medialität macht unsere Existenz und unser Zusammenleben leichter und besser. Und jeder hat sozusagen seine Spezialität, seine eigene Richtung, seine Besonderheit der Wahrnehmung im Kanal oder in den Themen, denen er/sie sich insbesondere widmen möchte.

Sich-Öffnen für die eigene Medialität

Auf die Frage, ob man Medialität erlernen kann, weiß ich keine wirkliche Antwort. Kann ich etwas erlernen, was ich im Grunde schon kann? Ja und nein. Ich vermute, es handelt sich eher um eine Bereitschaft und um ein Öffnen als um ein Erlernen. Sobald der Mensch bereit ist, öffnet sich die Tür. Und dann geht es ums Praktizieren und Vertrauen-Lernen. Für mich war im entscheidenden Moment Theta Healing der Weg ins Vertrauen. Ich vermute, je größer unsere Angst vor unseren Fähigkeiten, vor unserem Wesen und vor unserer wahren Aufgabe ist, umso tiefgreifender und scheinbar dramatischer fällt der Wandlungsprozess aus.

Oftmals sind es gerade die Menschen, die scheinbar null Bezug zur Spiritualität haben, die plötzlich wach werden für ihre medialen Fähigkeiten. Viele verstandesorientierte Männer, die ich kenne, lassen sich von ihren Frauen inspirieren und öffnen sich auf diese Weise für Spiritualität und Medialität. Und manchmal auch umgekehrt…

Quelle und weiter: https://www.sein.de/hellsichtigkeit-oder-medialitaet-sind-nichts-besonderes/

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Eine Antwort zu Spiritualität & Erwachen: Hellsichtigkeit oder Medialität sind nichts Besonderes (von Claudia Shaktov)

  1. Nerea schreibt:

    „Überfallen werden trifft es leider sehr gut. Mir ging es ähnlich. Plötzlich höre ich Gespräche, die 200 km entfernt stattfinden, wo ich nur nicht wusste: passt das jetzt (der Kopf)? Auch Dinge, die ich gar nicht wissen wollte.. Auch spürte ich Schocks auf der Seelenebene von Beteiligten Personen…
    Auch komplett neu.. Bis man sowas zugeordnet bekommt – das dauert.. 🙄
    Also: der Kopf halt wieder. Ich war innerlich immer mal am zweifeln, sagte während des Weges immer wieder: gibt es doch gar nicht. Ich wurde immer wieder belehrt.. 🙈
    Das schwierige halt: für aussenstehende wirkt es völlig bekloppt.. Man kommt so tief rein in Themen, wo man sagt: halt, stop..
    Auch die Seelenebene – kann wunderschöne sein.. Das wahrzunehmen. Aber auch die tiefsten Verletzungen nimmt man dann umgehend wahr.. Das ist auf Dauer ein wenig – anstrengend..

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