Einfach zum Nachdenken: Der Mann, der Bäume pflanzte…

Baum2zur englischen VersionAuf der Suche nach Wasser, das ihm ausgegangen war, trifft er per Zufall einen 55-jährigen Schafhirten. Dieser gibt ihm zu trinken und lässt ihn in seiner Hütte übernachten. Neugierig geworden, was diesen Mann dazu bewegt hat, ein solch einsames Leben zu führen, bleibt der junge Mann einige Tage bei ihm. Elzéard Bouffier, so der Name des Schäfers, hat sich für ein Leben in der Einsamkeit entschlossen, nachdem er Frau und Sohn verloren hatte. Als er erkannte, dass die ganze Gegend aus Mangel an Bäumen absterben werde, entschloss er sich, etwas dagegen zu unternehmen und säte seitdem Bäume.

„Der Mann mit den Bäumen“ wurde 1989 verfilmt, ist jedoch aktueller denn je. 

 Jean Giono: „Der Mann mit den Bäumen“

Die Erzählung spielt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und handelt von den langwierigen aber erfolgreichen Bemühungen eines Schäfers, eine karge Berggegend in der Provence wieder aufzuforsten.

Jean Giono erzählt die Geschichte des Elzéard Bouffier, eines provenzalischen Schäfers, der innerhalb eines halben Jahrhunderts mit bloßen Händen eines der schönsten ausgedehnten Waldgebiete in den Cevennen schuf. Allein, ohne jedes technische Hilfsmittel. Er verwandelte baumlose Ödnis in ein Paradies aus Buchen, Birken, Ahorn und Eichen.

Der Baumhirte

Jean war durstig und zog weiter. Schließlich traf er einen Hirten mit etwa fünfzig Schafen. Der Hirte – ein Mann von fünfundfünzfig Jahren – gab Jean aus seiner Kürbisflasche zu trinken und lud ihn in seine Hütte ein. Er sprach wenig. Doch Jean fühlte sich auf Anhieb in seiner Nähe wohl und vertraute ihm. Das Steinhaus war aufgeräumt, das Geschirr gewaschen, der Boden gekehrt und die Suppe kochte auf dem Herd. Nach der einfachen Mahlzeit holte der Hirte – er hieß Elzéard Bouffier – einen kleinen Sack hervor und schüttete einen Haufen Eicheln auf den Tisch. Er untersuchte sie genau und sortierte die schlechten aus, bis er schließlich hundert vollkommene Eicheln vor sich hatte. Dann ging er schlafen.

Elzéard Bouffier erweckte den Eindruck, dass nichts ihn zu stören vermochte. Wie selbstverständlich lud er den jungen Mann am nächsten Morgen ein, ihn zu begleiten. Er nahm den Sack mit den hundert vollkommenen Eicheln, einen Eisenstab und begann bergan zu steigen. Plötzlich hielt er an, stieß seinen Eisenstab in die Erde, legte in das entstandene Loch eine der hundert vollkommenen Eicheln und verschloss das Loch mit Erde. Das machte er hundertmal an diesem Tag. Er pflanzte Eichen!

Jean Giono fragte ihn, ob das Land ihm gehöre. Nein, antwortete der Hirte, und er wisse auch nicht, wem es gehören könnte. Jean stellte viele Fragen und Elzéard antwortete schließlich. Seit drei Jahren pflanze er Bäume in dieser wüstenartigen Einsamkeit. Er habe bereits 100 000 gepflanzt. Von den 100 000 hätten 20 000 getrieben. Von diesen 20 000, so rechne er, werde er noch die Hälfte durch Nagetiere und andere Umstände verlieren. Vermutlich würden etwa 10 000 bleiben. 10 000 Eichen, die plötzlich dort wuchsen, wo es vorher nichts gegeben hatte! Jean war überwältigt und stellte sich diesen Eichenwald in 30 Jahren vor. Doch der Hirte sagte, wenn Gott ihm so lange das Leben gäbe, dann werde er bis in 30 Jahren so viele Bäume gepflanzt haben, dass diese 10 000 wie ein Tropfen im Meer sein würden.

Er hatte neben seinem Haus mit Bucheckern bereits eine Baumschule angelegt. Und weiter unten, wo der Grundwasserspiegel höher sei, wolle er die feuchtigkeitsliebenden Birken pflanzen.

Der Krieg und 5 Jahre Unterschied

Dann kam der Krieg und Jean kämpfte fünf Jahre lang. Aus dem Krieg entlassen, hatte er ein großes Bedürfnis nach frischer Luft, sodass er sich auf den Weg zu dem Hirten und seinen Bäumen machte. Elzéard hatte nur noch vier Schafe, aber dafür hundert Bienenstöcke. Schafe fressen Baumsetzlinge, Bienen nicht. Um den Krieg hatte er sich nicht gekümmert. Er hatte unbeirrt Bäume gepflanzt. Die ersten Eichen waren mittlerweile 10 Jahre alt, höher als ein Mann und standen kraftvoll und dicht. Schweigend gingen sie durch den jungen Wald. Er maß elf Kilometer in der Länge und drei Kilometer in der größten Breite. Die Buchen reichten Jean bis zur Schulter und wunderbare Birkenhaine aus zarten, schlanken Bäumchen wuchsen dort, wo der Boden feuchter war.

In Gedanken versunken stieg Jean wieder hinab zu jenem verlassen Dorf, wo er einst vergeblich nach Wasser gesucht hatte. Da hörte er fröhliches Plätschern und traute seinen Augen nicht. Die Quelle, die doch längst versiegt war, hatte wieder zu sprudeln begonnen. Wasser floss durch Bachbetten, die viele Jahre trocken gelegen hatten. Des Hirten Wald hatte das Wasser in die kahle Einöde zurückgebracht – und mit ihm die Fruchtbarkeit. Weiden, Wiesen und Blumen entstanden dort, wo einst der heulende Wind über kahle Flächen tobte. Die Veränderung jedoch ging so langsam vor sich, dass sich die Menschen an sie gewöhnten, ohne erstaunt zu sein. Niemand entdeckte das Werk dieses einzelnen Mannes.

Beamte, Weisungen und Staatsschutz

Im Jahre 1933 bekam Elzéard Bouffier Besuch eines Forstwartes. Dieser Beamte gab ihm die Weisung, draußen ja kein Feuer zu machen, um das Gedeihen dieses natürlichen Waldes nicht zu gefährden. Damals pflanzte Elzéard gerade Buchen 12 Kilometer von seinem Haus entfernt. Zwei Jahre später kam eine ganze Delegation, um den natürlichen Wald zu besichtigen. Man stellte den Wald unter Staatsschutz und verbot, dort Kohle zu brennen.

Elzéard ignorierte auch den Krieg von 1939, indem er unermüdlich Bäume pflanzte – noch im Alter von 87! Als sich Jean Giono nach vielen Jahren wieder einmal auf den Weg zum alten Hirten machte, erkannte er die Gegend nicht mehr. Das zerfallene Dorf zählte 28 Einwohner. Sie hatten schmucke Häuschen gebaut und mit bunten Gärten umgeben. Statt der trockenen heftigen Winde hörte man sanftes Murmeln: Es war der Wind in den Wäldern Elzéards. Überall sprudelten wieder Quellen – aus den Tiefen empor geholt von den Wurzeln der Bäume. Viele andere Dörfer waren entstanden und die Menschen lebten gut von fruchtbaren Feldern und dem gesunden Vieh auf sattgrünen Weiden. Mehr als 10 000 Menschen verdankten ihr Glück Elzéard Bouffier – ohne es zu ahnen.Quelle

Sehr viele Eindrücke mit Fotos erhalten Sie  aus der Übersetzung von Walter Tappolet, die Sie hier aufrufen können.

Das Buch ist geschrieben von Jean Giono (1895 –1970). Es gibt verschiedene Ausführungen – zum Beispiel von Walter Tappolet. Seit 2014 gibt es eine neue Fassung der Geschichte, der Autor Quint Buchholz. Daran sehen Sie, dass diese Geschichte nie ausstirbt.

„Wenn ich bedenke, dass ein einziger Mann, allein auf seine physischen und moralischen Kräfte gestellt, genügte, um aus der Wüste dieses Gelobte Land erstehen zu lassen, dann finde ich trotz allem das menschliche Dasein etwas Wunderbares.
Und wenn ich ausrechne, wieviel Beständigkeit, Seelengröße, Eifer und Selbstlosigkeit nötig war, um bis ans Ziel zu kommen, dann erfüllt mich eine unendliche Hochachtung vor dem alten Bauern ohne Bildung, der ein Werk zu schaffen wusste, das Gottes würdig ist.“ Jean Giono
Elzeard Bouffier starb im Jahre 1947 friedlich im Altenheim von Banon“

Viele werden sich fragen, was aus dem Werk von dem alten Mann wurde, der die Bäume pflanzte, hier die Antwort von 1970(!!)

Gionos Antwort: „In Vergons, Banon oder Le Largne sei nun alles verändert. Nur wenige Wäldchen seien noch unversehrt, die Spuren des alten Elzeard verwischt: „Seit jener Zeit ist alles verändert und über den Haufen geworfen, um Silos für Atombomben, Schießplätze und mehrere Komplexe von Ölreservoirs anzulegen.“

Die Wirklichkeit übertrifft Brutalität und Aberwitz irgendeiner literarischen Erfindung. Entsetzlicher Schluss einer authentischen Geschichte, die sich wie ein Gleichnis liest auf die zerstörerische Obsession einer Industriegesellschaft, die die Natur für „romantisch“ und Atommeiler für „realistisch“ hält – so in einem Text von 1986. 

Nachwort von Walter Tappolet in der Ausgabe des TVZ, Zürich.
Giono verfasste 1970 folgenden Brief:
„Lieber Herr, es wird mir nicht möglich sein, Sie nächstens zu empfangen:(…..)
Zudem werden Sie, selbst wenn Sie nach Vergons oder Banon oder Le Largne gehen, nichts sehen: seit jener Zeit ist alles verändert und über den Haufen geworfen worden, um Silos für Atombomben, Schießplätze und mehrere Komplexe von Ölreservoirs anzulegen. Unversehrt blieben nur einige Tannen, wenige Wäldchen von Buchen und Erlen. Sie werden nicht einmal eine Spur des Andenkens an Elzeard Bouffier finden. Seien sie zufrieden mit dem Text und dem Geist der Sache. Er hat sein Genügen in sich.

Herzlich Jean Giono“

Quelle und weiter: https://netzfrauen.org/2016/01/17/36766/#more-36766https://netzfrauen.org/2016/01/17/36766/#more-36766

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